Montag, 5. Januar 2015

Midori Travelers Notebook Passport Size mit Field Notes

Travelers Notebook Field Notes 1
Midori Travelers Notebook Passport Size mit Field Notes

Das ist mein neuer Planer, mit dem ich hoffe, gut durch die nächsten Wochen zu kommen. Diese Kombination aus verschiedenen Notizbüchern und einer Lederhülle hat mich mehr Überlegung gekostet als man meinen mag und daher dachte ich, es wäre wieder an der Zeit für einen Artikel. Ich weiß wie sehr man solche Artikel sucht, wenn man sich ein System zusammenstellen will.

Das Konglomerat aus Midori Travelers Notebook Passport Size (der Ledereinband) und den Field Notes (drei Notizbücher) soll mir dabei helfen, Aufgaben abzuarbeiten; Ideen, Zitate und Gedanken festzuhalten und einen Überblick über meine Lebens- und Gedankenwelt zu bekommen.

Midori Travelers Notebook Passport Size und Field Notes 2
ZipperCase und Field Notes

Warum ich das nicht mehr digital machen will, ist schnell erklärt: Immer häufiger ertappte ich mich dabei, Dinge zu kopieren und schnell abzulegen. Als Aufgabe in Wunderlist, Things oder jedem anderen digitalen Aufgabenverschiebewerkzeug, das ich finden konnte, oder als Kopie in Evernote. Das geht schnell, man hat es sicher und kann es vergessen. Und darin liegt das Problem: Im Vergessen. Zeitlich wird man nichts vergessen, denn hier liegt ja DER Vorteil aller digitalen Planer: In der Erinnerung. Aber inhaltlich ist der Gedanke weniger greifbar, hat man ihn nicht selbst per Hand geschrieben. Das gilt jetzt natürlich eher für umfangreichere oder weniger greifbare Ideen als z.B. die Einkaufsliste. Dinge per Hand aufzuschreiben entschleunigt und fokussiert (zumindest mich).


In den letzten Wochen kursierten wieder vermehrt Studien (1, 2), die belegen, dass wir über Dinge, die wir per Hand aufgeschrieben haben, mehr nachdenken. Das liegt schon daran, dass man beim Auf- und Mitschreiben immer schon strukturiert, kürzt und sortiert, einfach weil man nicht so schnell so viel aufschreiben kann, wie das digital lösbar wäre. Im vergangenen Jahr war ich dank dem Fokus auf Zeichnen und Illustration auf Papier auch dazu gezwungen, einfach wieder mehr zu schreiben und anfangs ziemlich entsetzt darüber, wie gruselig meine eh schon schlechte Handschrift geworden war. Das wollte ich ändern.

Notizbücher aller Art üben auf mich seit jeher eine ungetrübte Magie aus und ich habe mehr davon im Schrank als ich verbrauchen kann. Habe alle möglichen Marken und Formate getestet und oft nur halb beschrieben. Letztes Jahr habe ich mir dann sogar eine Field Notes Colors Subscription gegönnt. So bekomme ich viermal im Jahr zwei Packs der aktuellen Sonderedition. Bisher habe ich diese Büchlein nebenbei beschrieben, aber eher unsystematisch. Einzig für die Arbeit, das Festhalten von Ideen per Skizze, Aufgaben und Feedbacks und neuen Aufgaben dort verwende ich konsequent Whitelines Bücher in A4.

Um nun meine Büchlein auch mal zu verbrauchen und hoffentlich mehr Ruhe und Systematik in das Ganze zu bringen, habe ich mir dieses System aus drei Field Notes und dem Midori Travelers Notebook Passport Size zusammengestellt. Passport Size nur deshalb weil ich eben so viele von den Heftchen bereits habe und ich mich nicht gleich wieder neu verschulden mag ;-). Ansonsten würde mir das große Midori Travelers Notebook sicher auch gut gefallen, einfach weil man mehr Raum zum Schreiben hat und ich eh immer mit Tasche unterwegs bin.

Der Artikel Midori Traveler’s Notebook Passport Size: How I Use It with Field Notes von Carina Santos hat mich dann letzte Woche in dieser Idee bestärkt. Hier in Berlin habe ich es gut, denn in Mitte gibt es den wunderbaren Laden Luiban. Dort findet man eine sehr spezielle Auswahl an Stationary und nette Beratung. Ich kann einen Besuch nur wärmstens empfehlen. Danke für den Tipp, Nemo!

Das Midori Travelers Notebook Passport Size sollte man am besten via YouTube erkunden. Es gibt so viele gute Vorstellungsvideos und Tipps, das ich mir das hier sparen kann. Das Leder fühlt sich fantastisch an, man möchte es einfach ständig in die Hand nehmen.

Midori Travelers Notebook Passport Size und Field Notes 3
Field Notes Ambition Edition & Zipper Case

Ein Grund für dieses System war die Entscheidung, nicht alles in ein Buch schreiben zu wollen. Also habe ich mir nun jeweils ein Notizbuch für Aufgaben (mit verschiedenen Listen), eines für Journaling und eines für Ideen, Zitate und Unmittelbares eingelegt. Dazu habe ich mir eine Stiftschlaufe gekauft, die wirklich schon fest am Midori (aber auch an den meisten anderen Büchern) hängt. Weiterhin habe ich mir die Zipper-Einlage besorgt, in die man Post-Its, Aufkleber etc. stecken kann. All das zusammen fühlt sich sehr griffig an. Jedes Buch lässt sich gut beschreiben und komplett flach aufklappen. Durch die Haltegummitechnik steht nichts hervor, wie das z.B. bei Roterfaden der Fall ist.

Alles in allem also erstmal gut :-). Sollte das so klappen, werde ich ein zwei, drei Monaten ein Update liefern.

Für Field-Notes-Addicts: Es passen bequem drei Field-Notes-Heftchen in ein Notebook, vielleicht auch vier. Allerdings habe ich festgestellt, dass meine(!) Hefte der Unexposed-Edition etwas höher sind als normal. Passen tut es trotzdem, fällt nur auf.

Termine werde ich weiterhin einzig und allein digital verwalten. Hier ist mir die automatische Erinnerung (auch später zum Nachschlagen) sehr wichtig. Wie bisher auch schon, fotografiere ich viel Papier und lege es in Evernote ab, da mich die Textsuche selbst bei meiner Handschrift bisher selten enttäuscht hat.

Es gibt unzählige und günstigere Alternativen zum „echten“ Traveler’s Notebook. Auch würden in dieses System alle anderen Notizbücher in Pocket Size wie die von Moleskine oder Clairefontaine (tolles Papier) passen.

Handschrift ist gut für dich!

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5 Kommentare zu “Midori Travelers Notebook Passport Size mit Field Notes

  1. Interessant zu sehen wie dein Nutzungsverhalten und Handling aussieht. Dass du irgendwann zu Midori kommen würdest war ja abzusehen. :) …und da bist du bei LUIBAN genau an der richtigen Adresse. Die haben ja sozusagen die Midori-Generalvollmacht für Deutschland.

  2. Du kennst mich wieder besser als ich mich selbst :-). Ich war doch noch vor gar nicht langer Zeit der Überzeugung, die Midoris wären nix für mich.

  3. Pingback: Das Midori Travelers Notebook und ich zwei Wochen später

  4. Ich habe mich vor einiger Zeit mal umgesehen, und bin damals beim Roterfaden und bei X17 gelandet.

    Schlußsendlich benutze ich beruflich einen Leuchtturm1917, blanko. Für jedes Jahr gibt es dann eine andere Farbe.

    Ist für die meine Kollegen immer etwas verwirrend, wenn der IT-Typ alles „per Hand“ notiert :)
    Geschrieben und Visualisiert habe ich anfangs mit dem COPIC Multiliner SP, den es auch in verschiedenen Farben gibt. Eingespielt hat es sich schlußendlich mit dem Staedtler 308 in 0.8mm.

    Privat benutze ich Todoist :)

    Was mir auch noch gut geholfen hat war das Buch Zeitmanagement für Systemadministratoren .

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