Mittwoch, 31. Oktober 2012

Papier sparen dank iPad

Screenshot iPad Noteshelf
Das Dashboard von Noteshelf

Ein ganzer Baum wird es nicht gewesen sein, aber gefühlt hat mir das iPad in der letzten Zeit geholfen, eine Menge Papier zu sparen. Bei der Arbeit an meinem Buch hatte ich eine lange Leseliste. Artikel, die ich für wichtig hielt, sammelte ich zunächst via Kippt und/oder Readability. Solche, denen ich Anmerkungen oder Markierungen hinzufügen wollte, druckte ich in ein PDF und legte sie in die Dropbox. Die Bearbeitung erfolgte dann nur noch auf dem iPad und nicht wie früher auf tausend Zetteln. Es ist sehr praktisch, das iPad als Rechercheinstrument neben dem eigentlichen Rechner liegen zu haben, wenn man am Schreiben ist.

GoodReader
PDF-Übersicht in GoodReader

Es gibt viele Programme, mit denen sich Notizen oder Skizzen per Stift unter iOS festhalten lassen. Für das Markieren und schnelle Bearbeiten von PDFs verwende ich gern GoodNotes in Verbindung mit Dropbox. Die App ist übersichtlich und arbeitet zuverlässig. Um PDFs so zu bearbeiten, dass Anmerkungen und Kommentare auch an andere weitergegeben werden können, verwende ich GoodReader. Die App kann Dateien aus der Dropbox aber auch von so ziemlich jeder anderen Gelegenheit abholen und nach der Bearbeitung beliebig speichern oder versenden. In der PDF-Bearbeitung muss man in Sachen Kommentieren auf nichts verzichten, was vom Desktop bekannt ist. GoodReader kommt auch mit sehr großen Dateien (am iPad der dritten Generation) klar: Über 200MB waren kein Problem. Als sehr schön empfinde ich es, Dokumente dank iPad so ziemlich überall lesen und bearbeiten zu können.

Auch handgeschriebene Notizen landen immer öfter auf dem Tablett und nicht mehr auf Zetteln, die ich dann oft eh nicht wieder finde. Meine App der Wahl hier ist Noteshelf. Ausschlaggebend hier war für mich letztendlich die Handballenauflage, die in Noteshelf einfach sehr gut gelöst ist. Notizen und Notizbücher können wahlweise per Mail, Dropbox, Evernote und iTunes weitergegeben werden.

Was ich immer noch suche ist eine Kombination aus all dem, gekoppelt mit Readablity, Instapaper, Readmill und Quote.fm. Gern würde ich Artikel für späteres Lesen speichern, mit privaten Highlights versehen und diese übersichtlich abgelegt wissen. Man könnte das mit Evernote bewerkstelligen, jedoch will es mir nicht gelingen, einen flüssigen Workflow zu finden. Vielleicht klappt das dann mit Evernote 5 für Mac.

GoodNotes, GoodReader und Noteshelf
iPad-App-Tipps: GoodNotes, GoodReader & Noteshelf

GoodNotes ist momentan für €4.49, GoodReader für iPad für €4.49 und Noteshelf als iPad-App für €2.69 zu haben. Weitere Programme, die man sich diesbezüglich anschauen kann: Paper, Adobe Ideas, UPad, Bamboo Paper, Ghostwriter und Penultimate. Letzteres wurde von Evernote gekauft und wird dahingehend aktiv entwickelt.

16 Kommentare zu “Papier sparen dank iPad

  1. Notability und Remarks würden mir noch als Ergänzung einfallen. (Am praxistauglichsten für handschriftliche Notizen finde ich persönlich aber tatsächlich immer noch Noteshelf.)

  2. Ein wenig »Offtopic« … ist das nur bei mir so, oder auch bei anderen: weder GoodNotes noch Remarks oder Notability kann ich über den deutschen iTunes Store (Desktop) aufrufen/kaufen, weil immer dieselbe Fehlermeldung kommt: »Ihre Anfrage konnte nicht abgeschlossen werden. Der von Ihnen angeforderte Artikel ist zur Zeit nicht im deutschen Store erhältlich.«

    Über den App Store auf’m iPad geht’s.

  3. Pingback: Aktuelles 2. November 2012 — neunetz.com

  4. Ich habe einige Stifte ausprobiert und mag den Kensington Virtuoso Stylus und den Adonit Jot Pro. Der Jot Pro eignet sich auch wirklich gut zum Schreiben. Die anderen Stifte sind mir dazu irgendwie zu dick.

  5. Ich nutze nur einen Griffin Stylus, der ist vermutlich ähnlich dick wie der Kensington. Die Jot Pros hatte ich auch schon mal ins Auge gefasst allerdings finde ich sie recht teuer und irgendwie hab ich auch bedenken, dass man mit der Disk eventuell Dreck auf dem iPad hin und her schiebt und das Display zerkratzt. Hast du noch eine Schutzfolie auf dem iPad?

  6. Den Griffin hatte ich noch nicht in der Hand. Der Kensington erscheint mir eigentlich recht dünn. Deine Bedenken bzgl. Jot Pro hatte ich auch. Aber nach gut vier Monaten kann ich sagen, dass da noch gar nix in diese Richtung passiert ist. Eine Schutzfolie habe ich auf dem iPad nicht. Habe aber gelesen, dass genau die wohl verkratzen soll, wenn man diesen speziellen Stift verwendet.

  7. Ich habe mir jetzt mal auf Deine Empfehlung hin den Kensington Virtuoso Stylus bestellt. Würde auch gern handschriftliche Notizen unterwegs mit dem iPad machen und diese dann zu Hause mit Scrivener weiter verarbeiten. Leider gibt es für Scrivener noch keine iPad Version. Aber ich schweife ab … :)

  8. So unbeliebt wie sie ist, ich verwende die von Apple mitgelieferte notizen App auf dem iPad, iPhone und Mac. Meine Notizen sind immer im Textformat, wenn ich wirklich mal etwas zeichnen sollte, mache ich das in Paper und erwähne das in meiener Notiz…

  9. Hallo Thomas, wenn du eine Seite offen hast, gehst du z.B. auf das Fernglas ober rechts. Dann markierst du, nach einem Klick auf Edit, die Seiten die du senden möchtest und geht unten auf den Sendepfeil. Hier kannst du dann nach Evernote und an andere Ziele senden.

Comments are closed.