Montag, 21. Januar 2013

Texte aus dem Netz lesen

Manchmal ist die erste App, die beste App.

Instapaper Icon

Die erste App, die ich auf mein erstes iPad lud, war Instapaper. Auch mein Kindle, den ich Anfang 2011 kaufte, wurde für Instapaper konfiguriert. Damals dachte ich, allein für Instapaper hat sich die Anschaffung schon gelohnt. Ich bin also ein Fan des mobilen „Später Lesens“. Instapaper als „Später-Lesen“-Dienst ist heute sicher den meisten Lesern ein Begriff. Wann immer einem ein Artikel im Netz interessant genug erscheint, um ihn später lesen zu wollen, sendet man den entsprechenden Link per Bookmarklet, Browser-Erweiterung oder E-Mail an Instapaper. Es gibt weitere Dienste wie Readability und Pocket, die später starteten und ähnliche Features anbieten.

Instapaper holt sich den entsprechenden Text und bereitet ihn optisch lesebarer auf. Lesen kann man dann auf einem der vielen mobilen Geräte (Android, Kindle Fire, Nook, iPhone, iPad) oder natürlich auch im Web. (Der Webview kommt dem, was die mobilen Geräte darstellen, leider nicht nahe.)

Für den Lesemodus der Apps kann man die Hintergrundfarbe des Bildschirms, die bevorzugte Schriftart, und -größe, den Zeilenabstand und den Seitenrand selbst konfigurieren. Auch ein automatischer Nachtmodus kann verwendet werden, der sich nach dem eigenen Ort richten kann.

Für gelesene Artikel kann man entscheiden, ob sie in ein Archiv oder verschiedene Ordner gesendet und so gespeichert werden oder einfach gelöscht werden.

In der Praxis

Links aus Twitter und Facebook

Die mobilen Apps bieten weitere Möglichkeiten: Habe ich meine Kontodaten für Twitter und/oder Facebook z.B. hinterlegt, holt sich Instapaper alle Links, die dort von meinen „Freunden“ geteilt wurden und bietet sie mir an. Mit einem Klick gelange ich innerhalb der App zum Artikel, mit einem weiteren speichere ich den Artikel zum späteren Lesen ab, wenn ich das möchte. Artikel, die von meinen Bekannten favorisiert wurden, kann ich mir ebenfalls auf diese Weise anzeigen lassen, ohne die App zu verlassen. Ich finde das sehr praktisch.

Sammeln und Weiterleiten

Alle Ordner haben eigene RSS-Feeds. Über den Dienst IFTTT kann man so z.B. Texte, die in einen bestimmten Ordner gelegt wurden, sogleich z.B. an eine Mail-Adresse oder ein Evernote-Konto verteilen. Sendet man die Links oder Artikel, werden immer die ursprünglichen URLs gesendet und nicht – wie es z.B. Konkurrent Readability macht, die Dienst-Links. Das finde ich sehr wichtig.

Instapaper erlaubt es auch, den ganzen Text zu versenden und nicht nur den Link.

Konzentriertes ablenkungsfreies Lesen

Texte können auf mehreren Seiten aufgeteilt oder scrollend gelesen werden. Ich habe festgestellt, dass ich viel genauer lese, wenn ich NICHT scrolle sondern umblättere. Kleine Änderung, große Wirkung.

6 Kommentare zu “Texte aus dem Netz lesen

  1. Hmm, ich glaub da hast du mich zumindest nochmal davon überzeugt, mir Instapaper nochmal anzusehen. Danke für die Beispiele!

  2. Wenn es auch optisch nicht ganz an Readability rankommt. Die Funktionen sind schon umwerfend.

  3. ein paar fragen, die ich grade zu beantworten versuche:
    1. es gibt ja keine ifttt trigger für instapaper. kann ich einträge, die ich dort „like“ an einen twitter kanal schicken (mein @assbach_feed zb)
    2. kann ich freunde hinzufügen ohne mit twitter und facebook zu konnektieren? ich will nicht alles sehen, was all meine netzwerkkontakte liken

    ich muss mir das alles nochmal aufmalen. meinen „workflow“ um zu sehen wo ich optimieren und automatisieren kann und will.

  4. Soweit ich im Bilde bin, klappt 1 nicht. Umweg wäre aber, die Beiträge, die bei Twitter erscheinen sollen in einen Ordner zu packen. Dieser Ordner hat ein RSS-Feed, das du dann wieder per IFTTT weiterleiten kannst.

    Freunde kann er aus deinem Twitter, Facebook oder Adressbuch holen. Man kann die Liste auch editieren und Leute wieder rausnehmen, wenn man das will.

  5. Ich sah grade parallel, dass es für „likes“ auch einen Feed gibt, das hab ich jetzt mal angeworfen.

    Muss mal suchen wo ich dich zb hinzufügen kann.

    Danke!

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