Alles CSS, alles gut?
Es ist ruhiger geworden im einst so umtriebigen CSS-Web. Die Weblogs meiner ehemaligen Helden wie Blogography, Mezzoblue oder SimpleBits werden nicht mehr so regelmäßig mit Tipps und Tricks aktualisiert wie in der Zeit, als ich meine ersten wirklichen Schritte in diesem Gebiet gemacht habe. Ihre Betreiber haben Bücher verfasst und werden von der täglichen Arbeit und vom Leben eingeholt. Auch die Stille der eigenen CSSHilfe ist nur teilweise bedingt durch Überlastung und Fokus auf andere Projekte.
Wie heute auf Web Standards Awards, der einzigen Awards-Site für CSS-Designs im Internet, zu lesen ist, wird die Site nicht mehr weiter geführt:
Web design has come a long way in the two short years that the Web Standards Awards have been running. When we published our very first award (The 85th PGA Championship) we had to search high and low for sites that could meet our high expectations of both design and coding. Since then we’ve awarded exactly 99 other sites that have carried on that same spirit of technical and aesthetic achievement that we set out to highlight.
Now we’ve arrived at a situation where beautiful sites with beautiful code are being produced by the hundreds; every month, every week, every day. It’s no longer a myth that you can produce a stunning site with Web Standards, and the most that our team can hope for is that the Web Standards Awards played at least a tiny part in helping to dispel that fallacy.
Seit gestern steht die CSS Galerie schlechthin, Stylegala, zum Verkauf. Sehr selten schaue ich persönlich in die vielen anderen Showcases hinein, denn es gibt zu viele. Viele ausgestellte Sites sieht man mehrmals, qualitativ hochwertige Kritiken sind rar. Und ja, das Netz ist schöner und stimmiger geworden und nicht jede Site, die nach Web Standards erstellt wurde, bedarf einer besonderen Erwähnung.
So schade das auch ist, dass man sich von bekannten Projekten verabschieden muss, so schön ist es doch zu sehen, dass sich etwas in die richtige Richtung bewegt. Nur dürfen wir auf keinen Fall anhalten und uns zurücklehnen: Nur weil eine Seite nun nicht mehr in eine Layoutabelle und dafür in ein Wrapper-Div gehüllt ist, heisst es nicht automatisch, dass es sich um eine konsequente Nutzung der Webstandards handelt, dass semantisch korrekter Code verwendet wurde und das alles in Richtung Zugänglichkeit und Nutzerfreundlichkeit getan wurde.
Wenn es den diversen CSS-Galerien wieder mehr um Qualität als um Quantität gehen würde, könnten wir alle profitieren und sie würden sich auch nicht selbst so überflüssig machen.
Gut zu wissen, dass es Autoren wie Roger Johansson gibt, die sich unermüdlich mit den wahren Problemen der Webstandards befassen. Spannend wird es sicher auch mit der WaSP International Liaison Group werden. Alles bleibt spannend, nur anders ;-).
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Kommentare und Feedback (17)
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17.05.2006, 22:12
Huuuahhh… wir müssen jetzt hoffentlich keine Entwicklung hin zu einem Layouttabellen-Revival (und Framesets) erwarten.
Schauder…
(Ganz so, als ob die Alt-Webfrickler jetzt sagen könnten: Guut, das CSS-Thema ist endlich durch. Zurück zum Codefrickeln as usual.)
17.05.2006, 23:01
Zum Thema CSS wurde fast alles gesagt. “Schau mal, eine Website ganz in CSS” ist auch nichts mehr neues. Ich denke interessanter wirds dann wieder, wenn CSS3 konkreter wird. Es dürfte allerdings noch ein Weilchen hin sein. Auch Showcases gibt es zu viele bzw. zu viele die zu vieles sammeln, anstatt sich auf wirklich gelungene Designs zu konzentrieren. Die Qualität hat darunter ebenfalls gelitten. Manuelas Aussage zu CSS Hilfe kann ich unterstreichen und habe es ihr gestern auch schon so in etwa mitgeteilt ;-) Derzeit gibt es nicht vielmehr zu berichten. CSS2 ist ausgereizt.
Zurücklehnen sehe ich genauso kritisch. Das darf nicht passieren. Wir sehen das Ganze auch oft zu begrenzt in unserem eigenen Umfeld. Die Realität zeigt, dass noch genug zu tun ist. Vor allem heißt CSS nicht gleich Qualität. Das ist der nächste Lernschritt, auf dem es möglichst viele Bereitwillige zu unterstützen gilt.
Langweilig wirds nicht, nur anders.
18.05.2006, 00:14
Wollen wir mal abwarten, wohin die Entwicklung geht. CSS ist zwar ein kompaktes Hilfsmittel, Inhalt vom Design sauber zu trennen, aber selbst in CSS2 stecken noch gemeine Fehlerquellen. Der CSS2-Zug ist für mich solange nicht abgefahren, bis die gängisten Browser diese Technologie ausreichend unterstützen – und damit meine ich auch den IE, unser Sorgenkind. ( Bis dahin wird das W3C wohl schon bei CSS4 angekommen sein…. Ogottogott. )
Allein das ewige Herumdüfteln, bis die CSS2-Seite auf den wichtigsten Browsern und Systemen ( MAC / DOS IE, Firefox, Opera, Safari… ) halbwegs gleich aussieht ist schon mühsam genug. Nicht jeder hat “Gill sans light” als Font auf seinem Rechner – und wenn man damit jetzt eine Headline beschreibt sieht sie mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht überall gleich aus. Was CSS2 betrifft gibt es also noch genug zu tun – zum einen bei uns als Developer, die sorgefältig gesetzten Code verwenden wollen, und viel mehr noch bei den Browserentwicklern, die gut daran täten, ihre hundsgemeinen Wissens- bzw. Interpretationslücken zu schließen, die uns das Leben so schwer machen.
18.05.2006, 01:59
Das webstandardawards.com aufhört, finde ich schade, denn dort gab es immer Klasse statt Masse. Aber es war in letzter Zeit immer ruhiger geworden.
Zu der Zeit als ich mit CSS anfing, war der Netscape 4 noch groß in Mode und der war CSS-mäßig wirklich übel drauf. Damals entwickelte ich in erster Linie mit dem IE (ja, der war da kurzzeitig mal richtig weit vorne ;-) )… seit dem hat sich viel getan und der Weblog-Hype hat sicherlich seinen Teil dazu beigetragen, auch wenn somit viele zu CSS kommen wie die Jungfrau zum Kind (und nicht jeder immer weiß was er da eigentlich macht). Ein Blick in einige DIV-verwüstete Quelltexte öffnet da die Augen.
Es ist okay, wie es sich entwickelt… design-technisch gibt es momentan allerdings einen ziemlichen Einheitsbrei und am 01.05. haben alle zwar fleißig ge-css-rebootet, aber ganz ehrlich: wirkliche Hammer waren nicht dabei (wahrscheinlich haben deshalb alle zwei von fünf Sterne bekommen). Das war bei den WebStandardAwards qualitativ hochwertiger.
Trotzdem: Tabellen, Center-Tags & Co. sind im Rückzug begriffen und die Trennung von Inhalt und Layout setzt sich in den Köpfen fest. Semantik ist noch mal ein anderes Thema, mit class=“lefttopbox” wird man sicher noch eine Weile leben müssen. :D
18.05.2006, 07:54
Wir haben ja schon öfter darüber gesprochen, dass alle Webdesign-Größen unserer Anfangszeit offenbar nur noch in Projekten stecken und den Boom vorrangig als berufliches Sprungbrett genommen haben. Gerade gestern habe ich A List Apart bei Stylegala in der Wertung gesehen, Mezzoblue aus dem Jahr 2004 noch asbach gleich.
CSS ist für mich lange nicht am Ende, sorry Björn.
Wir sind nur offenbar zu faul, eigen Impulse zu setzen und Wege zu beschreiten, die neue Möglichkeiten und Chancen offenbaren. Zu viel wird mir aus dem amerikanischen Raum nachgemacht. Zu wenig eigene Ideen eingebracht. Über einige Themen kann man schwerlich in unseren Landen diskutieren. Entweder sind die Meinungen bretthart auseinander, oder es finden sich schlicht keine Gesprächspartner.
Bevor wir also mal wieder mit allen Fingern auf andere zeigen, sollten wir auch mal daran denken, dass jeder sich an die eigene Nase fasst und vielleicht mal etwas in die Runde legt, über das man dann diskutieren und weiterkommen kann. Setzt natürlich voraus, dass derjenige nicht in der Kultur behandelt wird, die ich hier bei Manuelas Redesign erleben durfte oder besser musste.
18.05.2006, 08:01
Wenn man sich nur an dem »semantisch« korrekten Code orientiert
und dabei typografische Regeln völlig außer Kraft setzt, ist dies kein Schritt
in die richtige Richtung, sondern eher eine Rückkehr zu den text- und bildüberfrachteten Websites der 90er Jahre.
Letztendlich wurde eine Formatierungssprache durch die andere ersetzt,
die die Gestaltung von Websites durch die teilweise verheerende Darstellung vieler Browser und dem mangelnden Fachwissen vieler »Gestalter« NICHT einfacher gemacht hat.
18.05.2006, 09:11
Jörg, mir ging es dabei um die technische Seite und da stimme ich eher Björn zu. Wenn es im Designprozess einmal eng wird, findet man dank Freund Google sehr schnell eine Lösung, eben weil die meisten Probleme mit CSS2 schon gelöst wurden. Ich kann mich noch erinnern, wie begeistert ich war, als ich vor 2 Jahren Navigation Matrix las und das unbedingt ausprobieren musste. Heute ist das alles kalter Kaffee, denn die Entdeckungen sind gemacht. Webstandards ist nicht gleich CSS-Design und Design ist nicht gleich CSS-Design. Da steckt jeweils mehr dahinter.
Dein Kommentar zu den “Webdesign-Größen” … es ist doch völlig normal, dass man sich da weiterentwickelt und sich die prioritäten ändern. Die Sache mit dem Fingerzeig verstehe ich jetzt nicht. Allgemein wird in Deutschland schnell kritisiert und wenig gelobt, aber worauf beziehst Du Dich?
Mike, ich glaube nicht, dass man sich “nur” an semantischem Code orientieren kann. Fachwissen muss sich wohl zwangsläufig jeder aneignen, der sich ernsthaft auf dem Gebiet rumtreibt :-).
18.05.2006, 09:15
Sicherlich gibt es mittlerweile zu nahezu jedem Thema und Ansatzpunkt ein Tutorial oder Seiten mit Tipps & Tricks, so dass man das Gefühl gewinnen könnte es wäre bereits alles gesagt. Das es bei den Grössen wie Zeldman, Budd, Holzschlag, Shea etc. immer weniger “neues” zu lesen gibt, liegft wie erwähnt sicherlich daran, dass sie bspw. mit Microsoft in Sachen Webstandards unterwegs sind oder wie die meisten an zahlreichen Veranstaltungen weltweit teilnehmen oder Bücher schreiben, um Ihr Wissen, sagen wir mal zu “versilbern” ;o)
Wenn ich mir den Grossteil der Webanwendungen ansehe die bspw. im deutschen Einzugsgebiet erstellt wurden und immer noch werden, gibt es immer noch genug zu tun. Vielleicht nicht im Speziellen für den ein oder anderen, aber im allgemeinen auf jeden Fall. Ob und in wie fern, man nichts mehr zu “sagen bzw. schreiben” hat, liegt immer an einem selbst. Es gibt immer interessante (neue) Themen und Ansätze und es liegt dann an einem selbst, ob man an der Entwicklung und dem Fortschreiten dessen beteiligt ist oder dann einfach nur dem “Trend” folgt.
Wie es im Leben manchmal so ist, müssen “alte Dinge” beendet werden, um sich neuen zuwenden zu können. Und genau dann, gibt es wieder so unglaublich viel neues zu entdecken und zu tun.
18.05.2006, 10:32
Das große Entdecken ist bei CSS vielleicht vorbei, es gibt funktionierende Lösungen für fast alles. Aber wenn ich an Google’s Quelltextuntersuchung denke, gibt es in Punkto Verbreitung des Entdeckten noch eine Menge zu tun …
Und letztendlich sind Begriffe wie CSS, Webstandards, Accessibility, Flexibilität usw. doch nur Bausteine eines Ganzen, das man vielleicht mit “user experience” umschreiben kann. Das diese Bausteine so selbstverständlich sind, dass man für deren Benutzung keine Awards mehr vergibt ist doch Klasse. Das war doch das Ziel des Ganzen.
Oder anders ausgedrückt: Die Techniken sind entdeckt, jetzt geht es darum sie kreativ anzuwenden. Bei jedem Projekt wieder neu: Ziele definieren, Inhalte strukturieren, Navigationen beschriften, Standards einhalten, passende Farbschemata, nach dem “Warum?“ fragen. Alles bleibt spannend, nur anders. Stimmt genau. The only thing constant is change ;-)
18.05.2006, 15:19
Das triffts auf den Punkt. Wo kann ich unterschreiben? :-)
18.05.2006, 17:22
»Typografische Regeln« dienen nicht allein zur Verschönerung
von Zeichen und Ziffern, sondern sollen das LESEN erleichtern oder die AUSSAGE eines Textes unterstreichen. Es sei denn, der Autor drückt sich derart unverständlich aus, das nur er selbst seine auf dem Bildschirm projezierten Gedanken nachvollziehen kann.
Wendet man die Gesetze guter Lesbarkeit auf eine Vielzahl existierender Websites an ist es offensichtlich, daß sich die Anzahl derer, die über ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Typografie verfügen,
auf ein absolutes Minimum reduziert. Es scheint mir, als ob eine immer
größer werdende Horde unsensibler »Brachialdesigner« dem Besucher
eine Aneinanderreihung von Buchstaben und Wörtern präsentiert, nur
um die einzelnen Seiten zu füllen.
Würde man jene dazu auffordern ihren eigenen Müll zu lesen, den sie
Tag für Tag produzieren, dann hätten wir mehr Profis als Fachidioten,
mehr Praktiker als Theoretiker und wahrscheinlich mehr Irrenanstalten
als Universitäten.
19.05.2006, 02:40
CSS gibt es schon eine ganze weile. Trotzdem entdecke ich selbst heute noch hier und da was neues oder nen kleinen Trick wie man etwas mit CSS realisieren kann. Man lernt eben nie aus! Allein das der allseits beliebte IE noch kein CSS2 kann lässt doch noch einige feine Sachen wie grafische Menüs (mit verschiedenen Grafiken für jeden Menüpunkt) ohne einzelne id’s (für jeden Menüpunkt) und andere Sachen offen. Und trotzdem sind noch so viele Seiten nicht mit feinem validen Code (xhtml, css und co) versehen.
Es liegt eben an jedem selbst aus den gegebenen Sachen das beste zu machen. Barrierefreiheit, kleiner Code und was einem eben selbst wichtig ist.
Und selbst die richtig guten Leute unter uns haben doch mit CSS erst recht spät angefangen. Wieso werden dann bei sowas immer nur Ami Leute & Co benannt?! von wegen bekannt und so.
Für mich ganze vorne beim CSS Seitenbau steht Martin Rack. Der hat schon vor 4 Jahren Seiten mit feinem Code gebaut. Ende …
19.05.2006, 11:55
Das ist wohl die Richtung bis es mit neuen CSS-Versionen oder neuen Browsern – schauder – wieder an’s Basteln und Tüfteln geht.
Gut so!
Die Bastelei kostet Zeit und lenkt vom Wesentlichen ab.
Vielleicht haben jetzt auch die class-lefttopbox- / id-yellowpoint-Benutzer mal Muße, gründlicher über Strukturen nachzudenken. Dass man Layout vom Inhalt trennen kann, hat sich halbwegs rumgesprochen. Nun ist es an der Zeit, das auch so sauber zu tun, dass Dokumente wieder Dokumente werden. Da hapert es IMHO doch noch ganz schön.
Vielleicht hat das dann auch noch einen Nebeneffekt: Beim Btrachten des des einen oder anderen “nackten” Dokuments könnte man sehen, wie wenig Fleisch und Knochen da eigentlich sind. :-)
19.05.2006, 19:20
Es geht, wie schon mehrere meiner “Vorkommentierer” richtig sagten beim Webdesign nicht nur um validen Code oder darum immer neue Möglichkeiten mit CSS zu finden. Ich persönlich denke sogar, das dank AJAX auch CSS eine ganz neue Rolle spielt, wenn auch keine so hervorgehobene mehr.
Wichtig ist und bleibt ganz alleine eine einfach zu bedienende und übersichtliche Seite, die dem Besucher schnell und bequem die Inhalte liefert, die er braucht. Vielleicht noch etwas mehr aber nicht weniger.
20.05.2006, 10:29
Ich komm mir hier ein bisschen vor wie eine Außerirdische :) Ich arbeite in einer kleinen Internet-Firma, in der sich für Webstandards niemand interessiert, die Seiten, die ich täglich sehe, haben mit Barrierefreiheit nix zu tun. Ich selbst versuche mich an Webstandards zu halten, wenn ich nebenher Seiten gestalte, aber es gibt noch wahnsinnig viel an Aufklärungsarbeit zu leisten. Nur ein kleines Beispiel:
Ein Freund von mir möchte eine Seite für seine Agenda21-Gruppe, die zuständige Gemeinde soll die Kosten übernehmen, der Bürgermeister entscheidet sich aber kurzfristig dazu, die ganze Seite der Gemeinde umgestalten zu lassen und diese Gruppe da zu integrieren, und zwar möchte er sie “barrierefrei wie die Seite der Nachbargemeinde” – die schau ich mir also an und muss wirklich schaudern: da hab ich den Tabellen-Wust wie überall, irgendwo ein Link “Zu unserer barrierefreien Version”, dahinter verbirgt sich eine sehr abgespeckte Seite, hässlich noch dazu…
Das soll nur ein Beispiel sein. Es gibt noch so unglaublich viel zu tun, dass man manchmal gar nicht weiß, wo anfangen und wie es den Leuten überhaupt erklären.
Ich glaube, dass ihr euch hier in einem ziemlich geschlossenen Kreis bewegt, wenn man auf euren Seiten surft, trifft man nur auf moderne Seiten, das ist wunderbar, aber außerhalb davon…
20.05.2006, 12:11
Sorry, Dörte, aber Internet-Firma dürfte sich die dann wohl gar nicht nennen. :-)
Ja, ich weiß, du bist die nicht die, der ich das sagen muss; und ich weiß auch, dass das leider alles Theorie ist.
Da hast du den Finger genau auf der richtigen Stelle.
Ich weiß auch nicht, wie man das wirklich angehen kann.
Die Argumente kenne ich alle.
Aber wie bringt man sie so an, dass sie wirken?
Wie schafft man es, dass sie sich rumsprechen?
Muss man wirklich warten, dass die Zeit hilft?
Und wenn sie es nun nicht tut?
BTW: Ich möchte gar nicht wissen, was so manche Web-Site kostet, die eigens barrierefreie Minimalversionen und vielleicht noch Druckfassungen anbietet?
Ich glaube aber nicht, dass Leute, die hier lesen, sich nur im geschlossenen Kreis bewegen, denke viel eher, sie kennen das Problem alle.
Haben sie auch Ideen, was und wie man es tun kann?
Dann mal her damit! :-)
20.05.2006, 14:28
Dörte, danke für diesen Beitrag. Ich denke nicht, dass wir uns hier in einem geschlossenen Kreis bewegen. Ich kenne das “reale Leben” sehr gut. Selbst meinen jahrelangen Partner in Sachen Grafikdesign konnte ich noch nicht wirklich von den Vorteilen überzeugen. Ich glaube, ich habe ihn mittlerweile so oft bearbeitet, dass er aufgegeben hat ;-). Ich kenne auch Entwickler, die mir klar ins Gesicht sagen, dass Barrierefreiheit für sie nicht wichtig ist oder dass sie ja CSS verwenden würden: Zum Stylen der Texte eben. So gesehen ist es noch ein langer Weg. Ich denke, da müssen wir halt immer weiter reden, gute Beispiele zeigen, die Vorteile aufzeigen und ein Bewusstsein dafür schaffen, was wichtig ist.
Ich erstelle keine Tabellenlayouts mehr, auch nicht wenn es der Kunde möchte. Newsletter sind eine Ausnahme, da viele Programme mit CSS nicht korrekt umgehen können. Die meisten Kunden erfreut es zu hören, dass die Seiten später viel schneller zu verändern sind, wenn man es einmal richtig angefangen hat. Viele arbeiten selbst mit Dreamweaver und wollen meine Vorlagen dann weiter bearbeiten. Hier stelle ich immer wieder fest, dass einigen gar nicht gewusst ist, das DW durchaus mit CSS umgehen kann. Und so weiter… Die Liste ist lang.
Der Beitrag war für mich persönlich eher ein Resümee, in dem ich mal angesprochen habe, was ich schon länger fühlte: Die Entdeckungen sind gemacht. Nun können wir damit arbeiten.