Drupal, ein Community CMS
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Ich habe mir gestern das Opensource CMS Drupal mal etwas genauer angeschaut. Es ist in letzter Zeit ja v.a. durch die Verwendung auf Spreadfirefox.com immer wieder genannt worden. Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Es lohnt sich, das System im Auge zu behalten.
In den Foren las ich Beiträge, die von einer komplizierten Installation und Administration berichteten. Dies kann ich absolut nicht bestätigen. So fix habe ich noch kein System zum Laufen gebracht. Benötigt werden PHP und MySQL. Nach dem Upload muss lediglich eine Konfigurationsdatei angepasst werden. Nach dem Import der Datenbanktabellen ist Drupal dann auch schon einsatzbereit.
Drupal kann standardmäßig mit einer ganzen Reihe von Features aufwarten. Zu den interessantesten zählen:
- Vielzahl verschiedener Module und Themes (v.a. auch tabellenlos und CSS-basiert)
- Benutzerautentifizierung lokal oder per Jabber, Blogger, LiveJournal oder einer anderen Drupal Seite
- Eingerückte Kommentare
- Komplette Content Syndication per RSS
- News Aggregator für fremde RSS-Feeds
- Ausführliche Statistiken und Logs
- Foren und Blogs
- Friendly URLs
Die deutsche Sprachdatei ist noch lange nicht perfekt, lässt sich aber komfortabel per Userinterface selbst erweitern.
Drupal ist im Gegensatz zu Systemen wie Movable Type oder Textpattern ein Community CMS und wie PostNuke oder Mambo auf Administration verschiedener User-Gruppen bestens vorbereitet. Diese können z.B. Blogs, Umfragen, Forenbeiträge und Artikel anlegen.
Meinen subjektiven Vergleich mit Postnuke gewinnt Drupal um Längen. Meine Erfahrungen mit diesem ebenfalls kostenlosen CMS waren auf längere Zeit gesehen, doch eher negativ. PostNuke ist in meinen Augen eine recht chaotische Zusammenstückelung verschiedener Module. Diesen Eindruck habe ich von Drupal nicht.
Faszinierend ist die Möglichkeit mittels Flexinode eine unbegrenzte Anzahl frei definierbarer Eintragsfelder zu erstellen. So kann ein Node die beliebten drei Felder für Titel, Body und Extended haben oder auch 15 Felder für ein Kochrezept.
Als störend empfand ich es, dass die mit gelieferten Layouts tabellenbasiert sind.
Beispielseiten: Spreadfirefox.com (verwendet CivicSpace, das auf Drupal aufbaut) und Web Standards Planet
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Kommentare und Feedback (11)
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20.10.2004, 11:00
Kann mir irgendjemand sagen, wieso ich die tabellenlosen Themes vor ein paar Tagen nicht gesehen hab’?
Egal, die Software macht wirklich einen exzellenten Eindruck!
21.10.2004, 09:08
Manuele, ich könnte Dich knutschen für diesen kurzen Test.
Der Hinweis mit dem Kochrezept und Flexinode ist genau das, wonach ich gesucht habe. Vielleicht kann Textpattern das auch, aber wenn Drupal das kann, sollte ich mir dieses System genauer anschauen.
DANKE!!!!
21.10.2004, 11:01
Wie heissen denn die tabellenlosen Designs?
Aufpassen muss man in Sachen “tabellenloses Design” bei Drupal mit den einzelnen Modulen, die nämlich zum großen Teil wieder tabellenbasiert sind.
21.10.2004, 12:17
@ Jens: Ich hoffe, Drupal kann das, was Du suchst. Diese Flexinode Sache ist jedenfalls wirklich cool.
@Zuperfly: Ich habe auf http://drupal.org/project/Contributed themes die folgenden Themen gesehen: Marvin 2K – CSS Theme, Personal CSS und Stylebox.
Mit den Modulen hast Du auf jeden Fall Recht. Aber sicher wird die Zeit hier noch einiges bringen. Ab und an ist es ja auch gar nicht verwerflich, Tabellen zu verwenden. Beim Kalender z.B.
05.12.2004, 07:22
hallo,
gibts dafür schone eine deutsche Anleitung für die Benutzung und Installation?
17.06.2005, 02:53
Hallo Manuela,
ich lese hier schon eine ganze Zeit lang mit, tolle (thematisch & gestalterisch) Blogs hast du hier aufgebaut!
Falls dir mein Kommentar zu viel Backlink-Spam enthält, lösch´ihn einfach…
Wir sind gerade dabei eine deutschsprachige Support-Seite zu Drupal aufzubauen:
www.drupalcenter.de
Evtl. interessiert´s ja den einen oder anderen.
Wir freuen uns über Besucher, Feedback etc….
Liebe Grüße
Björn
15.02.2006, 09:12
hallo,
gefällt mir auch sehr gut, aufbau und design.
hast du das selbst gemacht ? ich such jemanden der mir eine feine drupal seite erstellt.
gruß
21.04.2006, 17:34
An sich wirklich sehr easy zu handlen, aber dieses Script als Community-freundlich zu bezeichnen ist eigentlich ne Frechheit, es ist nicht mal ein Messengersystem eingebaut und das einzige Modul was ich gefunden habe, war nicht mehr für die aktuelle Version – nach ein wenig umschreiben, konnte man dann die Leistungsfähigkeit sehen, war ich aber nicht sehr von angetan, seeehr einfach gehalten, da hätte ich lieber was wie bei phpbb oder so … also muss ich wohl weiter suchen.
17.08.2008, 19:36
DRUPAL – COMMUNITY-(SOCIAL) CMS?,
das durfte ich schon des öfteren lesen. Das ist schlicht und ergreifen ein Irrglaube, welcher sich da in diversen Foren breit macht. Ich kann da Jens nur zustimmen.
Wo bleiben bitte folgende Merkmale für ein C/CMS.
Tagging, Event-Center, Interessen-Matching, Nachrichten-Center, Foren, Blogs, … sep… Chat-Räume, Vidoes, Fotos, Termine, Kleinanzeigen, Peoples, ID-Cards Plus, Bookmarks, Crossmedia-Publishing, Ressourcenmanager, echtes Benutzer und Rollenkonzept über alle Module und Inhalte hinweg. Es gäbe noch xyz-Aufzählungen um Drupal als das zu bezeichnen was es nicht ist – nämlich ein echtes “SOCIAL-CMS”.
Mit freundlichen Grüßen
17.08.2008, 19:47
@nightwishman: Der Artikel ist vier Jahre alt :-). “Damals” hatte Drupal im Gegensatz zur Konkurrenz einiges zu bieten, das diese noch nicht zeigte.
17.08.2008, 20:52
Hallo Manuela,
Sie haben selbstverständlich Recht (20.10.2004). Dennoch ist Drupal noch lange kein C/CMS. Möglicherweise habe ich mich falsch ausgedrückt. Entschuldigen Sie bitte.
Mit andere Worten.
Es wird sehr viel erzählt, wobei die Wirklichkeit doch so fern ist. Klar ist das in der IT-Branche gleichwohl welcher Art auch immer das (gleiche) oder das Selbe. Die Art und Weiße wie ein Content-Management verkauft wird (auch nach vier Jahren) ist nach wie vor das Dilemma schlecht hin. Bei handelt es sich nach wie vor um keine echte SOCIAL-Software – und das nach vier Jahren. Wer den Trend nicht kennt – hat den Trend verpennt. Im Rahmen der SOCIAL-Software kosten dieser Art programmierten Systeme zwischen ~ 10´und mehr als 100´ Euro. Da finde ich es einfach mehr als zweifelhaft solche Behauptungen aufzustellen – auch „HEUTE NOCH“.
Mit freundlichen Grüßen