Einführung in XHTML, CSS und Webdesign von Michael Jendryschik

21.03.2007, 12:45 in css, essays, rezension. Trackback-URL, Kommentar-Feed.

Einführung in XHTML, CSS und WebdesignIn einem Umfang von knapp 500 Seiten hat sich Michael Jendryschik unter dem Titel »Einführung in XHTML, CSS und Webdesign« viel vorgenommen, denn das klingt nach einem Rundumschlag zum Thema Webdesign. Und der ist ihm auch gelungen, so viel schon mal vorweg. Denn behandelt werden nicht nur XHTML, CSS und Webdesign sondern auch Basisthemen wie das WWW, dessen Fundamente und Sprachen, verschiedene Browser und Hilfsmittel von Bildbearbeitung bis FTP. Erst ab Seite 145 geht es mit dem Thema XHTML los und ab Seite 257 mit dem Thema CSS. Natürlich müssen bei einem solchen Projekt auch Abstriche gemacht werden, was die inhaltliche Fülle angeht. Dies ist in meinen Augen sehr gut gelungen. Das Buch ist aus der hervorragenden Website Einführung in XHTML, CSS und Webdesign hervorgegangen. Die Site wird demnächst auf den Stand des Buches gebracht.

Das in »Einführung in XHTML, CSS und Webdesign« Beschriebene wird exemplarisch anhand der Gestaltung der »Kochbar« Website konsequent vertieft. Schritt für Schritt wird gezeigt, wie die Website für ein kleines Restaurant gestaltet wird. Als kleinen Kritikpunkt möchte ich diesbezüglich anmerken, dass die Screenshots der Site zu Beginn des Buches aus Photoshop stammen. Ich persönlich denke, es ist nicht notwendig, Layouts pixelgenau und bis ins kleinste Detail in Photoshop vorzuarbeiten. So hätte ich an dieser Stelle Browserscreenshots bevorzugt. Das gesamte Inhaltsverzeichnis ist bei Amazon oder auch beim Verlag als PDF einsehbar.
Michael Jendryschik ist selbst Webworker und weiß was er schreibt. Das merkt man jedem Zeichen des Textes an. Nie verliert er sich in Belanglosigkeiten oder schweift ab. Kleine Tipps und Kniffe aus dem Alltag des Webdesigns verfeinern den Eindruck. Alle Definitionen sind klar formuliert und für Anfänger verständlich. Und an diese richtet sich das Buch in erster Linie. Weiterhin soll es Fortgeschrittenen und auch Profis als Nachschlagewerk dienen. Ich denke, das es dem Text auch gelingt, diese Zielgruppen anzusprechen. Entstanden ist eine gute Anleitung für Einsteiger, die sich in das Thema versenken wollen und auf klare und sachliche Erklärungen Wert legen. Michael schreibt in einem souveränen, ja fast wissenschaftlichen Stil, der mir persönlich sehr gut gefällt. Für eher visuell veranlagte Leser, die sich gern von Illustrationen und Screenshots inspirieren lassen, ist das Buch eher bedingt geeignet, denke ich. Diesen würde ich eher Transcending CSS. The Fine Art of Web Design empfehlen, auch wenn dies englisch ist.

Fazit: »Einführung in XHTML, CSS und Webdesign« ist ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch, das Einsteigern einen sehr guten Weg zu Meisterung modernen Webdesigns aufzeigt.

Links zu »Einführung in XHTML, CSS und Webdesign«

Ausblick

Ich habe drei weitere Bücher zum Thema, die ich in nächster Zeit vorstellen werde: »CSS-Layouts – Praxislösungen mit YAML« von Dirk Jesse, »Little Boxes« von Peter Müller und »Transcending CSS. The Fine Art of Web Design« von Andy Clarke.

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Kommentare und Feedback (7)

Gravatar von MarkusMarkus (#)
21.03.2007, 13:56

Hallo Manuela.

Ein gelungener Buch-Review. Danke für die Infos. Die Seite von Michael hab ich schon von Beginn an in meinen Bookmarks, eine sehr gute Sammlung zum Thema Webworking. Das Buch scheint mir auch sehr interessant zu sein. Ich freue mich schon auf Deinen Review zu Andy Clarkes “Transcending CSS”. Das hab ich schon in meiner Amazon-Wunschliste und wollte eigentlich warten, bis die deutsche Übersetzung im Mai erscheint. Mal schauen, was Du für eine Kaufempfehlung gibst. Einen schönen Tag wünsche ich und bis bald.

Gravatar von ChristianChristian (#)
21.03.2007, 16:58

Hi Manuela,
danke für das ausführliche Review. Wäre interessant den Vergleich zu Deinem Buch zu lesen ;-) – mal Spass bei Seite: Ich bin auf der Suche nach einem umfassenden Standardwerk, in dem man auch mal nachschlagen kann. Hast Du eine Idee?

Gravatar von ManuelaManuela (#)
21.03.2007, 17:22

@Christian: Da gibt es einige… »Bulletproof Webdesign« zum Beispiel. Für viele Leser ist es »CSS Praxis«, für andere vielleicht das oben vorgestellte Buch. Worauf legst Du gesteigerten Wert? Muss es ein deutsches Buch sein?

Gravatar von ShiruShiru (#)
21.03.2007, 18:12

Die Website von Michael war mit die erste Seite welche ich zum Thema “xhtml/css” gelesen hatte. Sehr gut erklärt alles und so. Von daher kann das Buch nur gut sein. Für sowas gibt man doch gerne Geld aus ;)

Gravatar von SebastianSebastian (#)
21.03.2007, 21:34

@Manuela & Christian:
“Bulletproof Webdesign” von Dan Cederholm finde ich ziemlich speziell gehalten und als Nachschlagewerk kaum geeignet. Es bietet eher Lösung für spezifische Probleme.
Für mich ist das Buch von dir Manuela und Björn einfach das beste Nachschlagewerk, das ich bis jetzt in die Hände bekommen habe. Nachschlagewerk kann man auch nicht direkt sagen. Ich finde aber immer das, was ich suche. Ich benutze für mich eigentlich nur immer das Buch von Dan Cederholm, Manuela und Björn und bei Fragen zu Browserbugs das Buch “CSS Layouts” von Dirk Jesse. Mehr brauch ich zur täglichen Arbeit nicht.

Was mir aber auffält, dass in letzter sehr viele Bücher deutschsprachige Bücher zu den Themen Webstandards etc. veröffentlicht wurden. Im Kern sind die Inhalte leider immer ziemlich ähnlich. Es wird nur immer etwas anders vermittelt. Wirklich Neues bietet kaum ein Buch und so landen diese dann meist nach kurzem Blättern wieder im Regal. Das ist keinesfalls abwertend gegenüber den Autoren gemeint, aber so der Knaller fehlt zur Zeit.

Grüße, Sebastian

Gravatar von ChristianChristian (#)
21.03.2007, 23:37

Manuela, Dein Buch verwende ich regelmässig. War für mich auch der Grund wieder ernsthaft in das Thema einzusteigen. Ich schätze es sehr und für mich ist es eher ein Tutorial das CSS und Barrierefreiheit sehr gut adressiert. Sebastians Eindruck kann ich im allgemeinen aber teilen – die meisten neuen Sachen, die ich überflogen habe reissen mich nicht vom Hocker. Ich kenne allerdings das Buch von Dan Cederholm noch nicht und werde das jetzt mal testen. Danke und Gruss…

Christian

Gravatar von kikoozkikooz (#)
10.05.2007, 14:02

Auf dem deutschsprachigen Buchmarkt scheinen einerseits unzählige Bücher mit dem Wort »professionell« auf Fortgeschrittene und Experten zu zielen. Andererseits herrscht eine Leere, was aktuelle, geradlinige und einsteigerfreundliche Bücher angeht, die Webnutzern das kleine Einmaleins zum Publizieren im Netz lehren – und zwar »zu Fuß« ohne die Hilfe von WYSIWYG-Editoren und vorgefertigten Publikationssystemen. Manche Einsteigerliteratur lockt zwar mit kleinen Preisen, die Qualität lässt aber zu wünschen übrig.

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