Gründe für die Wahl einer Weblog Software

06.03.2006, 09:38 in . Trackback-URL, Kommentar-Feed.

Illustration Fragezeichen Die Meinungen um die »beste« Software zum Bloggen sind so vielfältig, wie die Skripte selbst. Meiner Meinung nach, gibt es nicht die »eierlegende Wollmilchsau« schlechthin, sondern immer nur das beste Tool für eine bestimmte Aufgabe. Nach meinem kürzlichen Redesign wurde ich mehrmals darauf angesprochen, warum ich bei Movable Type geblieben bin und nicht wie bei einem anderen Projekt gewechselt habe. Das und auch die Diskussion um die CMS Matrix haben mich angeregt, einmal nachzufragen: Welche Features unter den vielen die eine Weblog-Software momentan mitbringt, sind es, die Euch zur Wahl bewegt haben?

Die Antwort, warum ich hier bei Movable Type geblieben bin, ist relativ einfach: Auf pixelgraphix hat sich eine ganze Menge Information angesammelt, die mit Movable Type deshalb gut verwaltet werden kann, weil mehrere komplett getrennte »Weblogs« möglich sind. pixelgraphix besteht intern aus den Blogs: Weblog, Sideblog, Tipps, Links und Information. Diese sind von den Vorlagen her etwas unterschiedlich gestaltet. Beispielsweise gebe ich für die Kurznachrichten nur Titel, Body und Link ein. Alles andere machen die Vorlagen für mich. Die Hauptbereiche Header, Footer und Meta werden in jedem Blog eingebunden. Auf diesem Wege lässt sich die Fülle an Informationen gut verwalten.
Was mich weiterhin an Movable Type fasziniert ist die Vielfalt der Template-Tags, die es mir erlaubt, Informationen beliebig formatiert an jeder erdenklichen Stelle auszugeben. Im Vergleich dazu muss ein Wordpress-Nutzer häufig Änderungen am Quellcode eines Plugins vornehmen um das gleiche Ergebnis zu erreichen. WordPress hat den klaren Vorteil, dass die zur Verfügung stehenden Plugins quantitativ und auch qualitativ überlegen sind. Das ist für dieses Projekt hier allerdings nicht entscheidend. Auf surfgarden – wo es sich um ein reines Weblog handelt – verwende ich Wordpress weil ich eben diese Pluginfülle einmal ausprobieren wollte und mich die Schnelligkeit der Veröffentlichung erfreut.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen schreiben würdet. Vielleicht ist es so langfristig möglich, eine sinnvolle Skript-Matrix aufzubauen.

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Kommentare und Feedback (29)

Gravatar von RalphRalph (#)
06.03.2006, 10:24

TextPattern kann all das, was du oben beschrieben hast, und ist dazu noch OpenSource. Ich bin damit jedenfalls sehr zufrieden.

Gravatar von ManuelaManuela (#)
06.03.2006, 10:29

@Ralph: Danke für das schnelle Feedback. Mir ist klar, dass man das, was ich oben beschrieben habe, mit Textpattern, mit Wordpress und sicher mit vielen anderen Systemen auch, bewerkstelligen kann. Ich habe nur meine Erfahrungen beschrieben und die Frage beantworten wollen, warum ich hier MT verwende.

Mir ging es bei der Frage eher darum, was für dich das oder die Key-Features sind, die dich zu Textpattern haben greifen lassen und z.B. eben nicht zu Wordpress.

Gravatar von Martin KautzMartin Kautz (#)
06.03.2006, 10:40

Ich nutze blojsom, weil ich Java mag. :-) Außerdem gibt es ein dokumentiertes Plugin-API, das fehlende Funktionalität schnell nachrüstbar macht.
Und mit den Velocity-Templates und Macros stehen einem auch auf der “View”-Seite alle Möglichkeiten offen.
Leider passt Blojsom nicht in eine “Skript-Matrix”; ist eben kein Skript…

Gravatar von ReneRene (#)
06.03.2006, 11:00

Ich habe für meinen Blog die notwendige “Software” selbst geschrieben. So habe ich genau die Funktionen, die ich auch wirklich benötige. Natürlich, ich hätte auch Wordpress o.ä. verwenden können, aber auch mich wirken viele Blogsysteme einfach nur überladen und sie besitzen nicht gerade wenig Funktionen, die ich eh nie verwende.

Gravatar von wolfgangwolfgang (#)
06.03.2006, 13:31

Ich verwende MT und Wordpress. Wordpress weil ich die 2.0 testen wollte, und ich mich noch immer nicht für oder gegen dynamic publishing entscheiden konnte, und weil ich k2 super finde. MT weil es mir alles bietet. Ich finde es sehr wichtig mehrere Blogs in einem Tool zu verwalten und zu steuern. Würde mir WP das bieten, währe MT wahrscheinlich Geschichte (eine sehr gute).

Bei MT haben mich von Anfang an die Möglichkeiten interessiert und fasziniert. Abgeschreckt hatte mich zuerst PERL, ist aber bei weiterem betrachten nicht sooo schlimm gewesen. Leider ist MT jetzt nicht mehr komplett frei nutzbar, das enttäuscht mich ein wenig, und bringt mich mehr und mehr zu WP, damit kann ich auch ALLES realisieren, was ich brauche, der Weg ist eben ein anderer.

Kurz zu meinen Kriterien:

  • dynamic or static
    ich mag es, wenn ich die Struktur einer Webseite nicht starr vorgegeben bekomme. Die Einbeziehung statischer Inhalte finde ich wichtig, und sollte im CMS geschehen. Wordpress hat dafür seine Pages, MT erlaubt es mir die Templates so zu definieren, das sie dynamisch (speziell dynamisch eben) Seiten erzeugen (auch nicht anders als bei WP). Dafür ist es wichtig das (wie auch immer) die URL meinen ansprüchen genügt. Ich will kein .html oder .php oder sonstwas in der URL, und die URL soll sprechend sein. ein ?p=1337 finde ich kacke (Neue Seiten (evtl. statische) lassen sich so schlechter integrieren).
  • plugins oder standard funktionalität
    Plugins sind toll. Interessieren mich aber nur sekundär. Plugins führen zu solchem Unrat wie Gravatare oder diese “online bookmark with tool1, tool2, tool3, tool4, tool5 oder tool2005” zeilen. das brauche ich nicht wirklich. Viel wichtiger finde ich standardfunktionalität, und die sollte ausgewogen sein. z.B. in diesem Zusammenhang wichtig: Wie werden Einträge formatiert? Html oder anderer Markup? wie kann ich innerhalb des Blogs verlinken? wie sehen kommentare aus? was für sicherheitssysteme gibt es für die Kommentare oder Urls (url obfuscation), gerade im Bezug auf Spam?
  • zu letzt: programmiersprache
    ich kann selber programmieren, eine erweiterung der software ist für mich also kein problem. eine neuprogrammierung tue ich mir nicht an, dafür habe ich keine zeit. keinen bock in diesem sinne habe ich aber auf perl oder ähnliche exzoten. python, ruby oder php finde ich super, ich find es aber blöd extra für ein webprojekt ne neue sprache verstehen zu lernen. auch finde ich es wichtig, das meine lösungen auf einem fremdwebspace (vhost) gut funktionieren. daher scheiden viele ruby (on rails), java oder python projekte aus. PHP ist für mich aktuell die einzige alternative, die a.) schnell erweiterbar und b.) gut installierbar ist. ich möchte auf meinem webserver keinen root rechte haben (um den root kram sollen sich andere kümmern, die mehr interesse daran haben).

Gravatar von MartinMartin (#)
06.03.2006, 14:15

Nach Jahren MT setze ich nun Expression Engine für meine Seite ein. Einerseits weil es noch vielfältiger in dem ist, was du “getrennte Blogs” nennst, besonders diese Informationen clever miteinander zu verknüpfen und auszugeben. Andererseits weil ich das dynamische Publizieren von MT nicht ausgereift finde. Hier mal ein Plugin in Perl, da muss es wieder in PHP sein. Das nervt. Dazu mag ich an EE die Fülle an mitgelierferten Modulen wie eine Bildergalerie.

Wobei ich für reine Blogs immernoch MT als das beste System sehe. Besonders die zentrale Installation mit verschiedenen Ausgabeorten (Domains) von MT vermisse ich bei anderen Systemen.

Gravatar von ralphralph (#)
06.03.2006, 14:49

Akzeptable Trennung von Layout und Scriptdateien, unkomplizierte Anpassung benutzerfreundlicher Permalinks, Trackback, funktionierender Spamschutz und zuverlässige und nützliche PlugIns, schnelle, unkomplizierte Installation, hoher Credit im Netz, leichtes Bilderhandling, Rechtevergabe für Autoren. Das erfüllt Wordpress für mich. Ich bin zufrieden, ausser dass es vielleicht etwas behäbig ist. ;)

Gravatar von MichaelMichael (#)
06.03.2006, 15:12

Gutes GUI, alle Funktionen die man braucht, kurze Einarbeitungszeit, viele PlugIns (z.B. SpamKarma SK2) und macht Spass: Wordpress 2.x.
Die manchmal vorhandene Behäbigkeit, kann ich bescheinigen ;-)

Gravatar von gordongordon (#)
06.03.2006, 15:26

Ich bin ein Anfänger in Sachen Weblogs, PHP, Java, CSS, … und habe erst MT getestet. Dann wollte ich umsteigen, um mit einer OpenSource-Software zu bloggen und bin zufriedener als mit MT.

Also für Anfänger (nach meiner Erfahrung): leichtere Installation, einfaches Pflegen des Blogs, größere Plug-In -und Themeauswahl und ich finde die Community und Forumsbetreuung besser.

Nebenbei: Hat eigentlich jemand Erfahrung mit dem Führen eines Blog mit Typo3? Ist zwar keine reine Blogsoftware aber hat auch einige Extensions aufzuweisen, die dies ermöglichen.

Gravatar von Tobias SchwarzTobias Schwarz (#)
06.03.2006, 15:32

Hallo, beim ggw. (noch internen) relaunch von http://www.fistfulofeuros.net mit diversen features setzen wir vor allem aus lock-in Gründen auf MT – nicht technophile Autoren können damit besser umgehen – und aufgrund der Tatsache, daß ich das templating System umständlicher finde, und das statische Seiten per Nummer und nicht Namen eingelinkt werden. Das wird schnell unübersichtlich. Die MT GUI finde ich allerdings nicht so schön, und leider auch nicht sehr schnell. WP 2.0 ist da schon besser, das muß man anerkennen. Expression Engine stand auch zur Diskussion, aber auch hier gaben lock-in Argumente den Ausschlag zugunsten von MT.

Gravatar von MatthiasMatthias (#)
06.03.2006, 15:39

Ich habe zu Textpattern gegriffen, weil es sich sehr viel einfacher stylen läst als zum Beispiel Wordpress. Ich habe mir allerdings auch nicht viele andere Systeme angesehen. Allerdings muss ichd azu sagen das ich Textpattern mit einigen Features (z.B. Image Selector) durch PlugIns erweitert habe. Der momentane Stand meiner Textpatterninstallation gefällt mir sehr gut. Wordpress hat mir zuviele unbenutzte Features und ist mir persönlich zu komplex für ein einfaches Blog, ohne viel Schnickschnack.

Gravatar von ralphralph (#)
06.03.2006, 16:52

Zudem interessant für uns: Mit WordPress lassen sich mit Hilfe zusätzlicher Templates selbst zu pflegende Kundensites erstellen.

Gravatar von JohnJohn (#)
06.03.2006, 17:30

WordPress.

Nach längerem Umschauen bin ich relativ schnell bei WordPress gelandet und hab erst nach und nach entdeckt, daß man z.B. beim Layout- und Template-Design völlig freie Hand hat. Ich betrachte WordPress eher als Funktionssammlung die alle Möglichkeiten bietet, eine dynamische Webseite nach eigenen Wünschen zu kreieren. Das bieten andere Systeme auch (Textpattern wäre wohl meine erste Alternative, da es schlanker ist als WP), aber WP hat darüber hinaus den Vorteil, daß der Codex (Online-Dokumentation) mittlerweile unheimlich ausgereift ist und eine rege Community das Script sehr schnell vorantreibt.

Das Multiblog-Gegenargument gilt übrigens so nicht. ;-)

http://mu.wordpress.org/

Gravatar von Erik StadlerErik Stadler (#)
06.03.2006, 17:41

Ich bin vor kurzem von MT auf Drupal gewechselt. Mich störte die kommerzielle Lizenz hinter MT. In der Entscheidungsphase habe ich fast jede Open Source Blog-Software getestet – von WP über Textpattern über Serendipity und Nucleus – und bin schließlich bei Drupal hängen geblieben.

Das tolle an Drupal ist a) das es nicht nur ein Blog sein kann, sondern z.B. auch ein Community-CMS oder ein Redaktionssystem etc. – Drupal ist sehr flexibel – obwohl die Basisinstallation sehr klein ist und wenige Funktionen besitzt (Drupal muß entsprechend druch Module erweitert werden) – falls sich also meine Anforderungen an meine Webseite mal ändern werden, bin ich (hoffentlich) mit Drupal für die Zukunft gerüstet; b) das es eine Multi-User-Blog Funktionalität besitzt; c) das die Templateerstellung ein Kinderspiel ist.
Mittlerweile kann ich mit kein anderes System mehr vorstellen und ich bin richtig froh mich für Drupal entschieden zu haben.

Gravatar von Jörg PetermannJörg Petermann (#)
06.03.2006, 18:45

Neben technischem Verständnis, persönlichen Ambitionen und Zweck/Ziel der Arbeit habe ich viele Beweggründe zur Entscheidung bei anderen Bloggern gelesen. Für jeden muss es indivduelle passen. Der eine schraubt technisch, ein Zweiter schreibt lieber und wieder ein Dritter braucht eine einfache Installation.

Was ich an MT mag habe ich vor einiger Zeit einmal niedergeschrieben. Vor allem aber die Flexibilität der Gestaltung und Integration von MT unter eine normale Website, das schätze ich bei MT am meisten. Ein mächtiges URL-Werkzeug erstellt fast alle Dateien. Templates lassen sich vielfältigen Anforderungen bis aufs letzte Bit anpassen. Ein komplette Website inklusive Blog und allen statischen Seiten mit einer internen Suche auszustatten und aus MT zu verwalten war und ist eine sehr effiziente Art der Arbeit. Kosten, die für die Privatperson ein Rolle spielen, werden mit richtigem Konzept problemlos wieder eingespielt und wett gemacht. Man muss nur wissen, was man wirklich erreichen will.

Wordpress (oder andere Systeme) hat für mich auch sehr viel Charme, jedoch kann ich nicht bei jeder Herausforderung das System wechseln. Langfristig effizient wird nur die Konzentration auf ein oder zwei Systeme. Zu schnell ist die Entwicklung.

Gravatar von StefanStefan (#)
06.03.2006, 20:14

Eigentlich wollte ich meine Sites mit Wordpress 2 neu starten, doch jetzt hat mich EE (Expresson Engine) ernsthaft in den Bann gezogen.
Das Tool ist ziemlich beeindruckend, die Eingabemasken (und auch sonst fast alles) ist komplett anpassbar, geeignet für mehrere Blog und Sites, extrem stabil und schnell. Aber nichts für Themchen-wechsel-dich-Blogger… Eher für Profis, die ein starkes Backend wollen, oder wie es die Leute von pmachine ausdrücken:

„I understand that some people simply want to choose a pre-packaged theme and be done with it. As much as I hate to say it, EE may not be the right program for them. EE is a canvas for those who want to create something unique. As such, it takes some effort to create an EE powered site, but the results are worth it, IMHO.“

Noch zu früh für eine entgültige Entscheidung, aber EE hat es geschafft mich in nur 3 Tagen stark zu begeistern.

Gravatar von e-svene-sven (#)
06.03.2006, 20:32

Ohne hier jetzt alles gelesen zu haben. Ich verwende Textpattern. Es ist einfach das für mich schnellste Blogsystem. Die Gedanken sind schneller publiziert als gedacht, genau das richtige für persönliche Seiten. Und gerade mit Textile als Auszeichnungssprache einfach unschlagbar.

Technisch ist das Plugin-System sehr schniecke und allein der Ansatz alles in der DB abzulegen macht es was Backups angeht fast schon unschlagbar. Ich mein, wo hat man denn bitteschön sonst mit einem Dump und nem Download zweier Ordner (images, files) seinen kompletten Auftritt gesichert.

Das einzige was zum Glück fehlt wäre ne ordentliche Versionierung.

Was mich aber endgültig von diesem System überzeugt hat: Ich konnte absolute Nichttechniker damit zum Bloggen bringen.

Gravatar von Peter MüllerPeter Müller (#)
06.03.2006, 20:51

Ich brauchte (und brauche) Multi-Blogfähigkeit und bin 2003 bei dem hier zu Lande ziemlich unbekannten Nucleus gelandet.

Textpattern war “constant RC” und es tat sich wenig, MT war glaube ich gerade kostenpflichtig geworden und Expression Engine kannte ich damals noch nicht (war das da noch pMachine?).

Wenn ich ganz viel Zeit hätte, würde ich mir gerne Expression Engine mal genauer anschauen, weil ich immer wieder über zufriedene Benutzer stolpere.

Gravatar von MatthiasMatthias (#)
06.03.2006, 21:53

Wichtig für mich ist eine hohe Flexibilität und, dass das System mit meinen Ideen mit wächst. Ich will nicht mit jeder neuen Idee migrieren müssen oder das bestehende System umbiegen. Weiter zählt für mich eine saubere Möglichkeit die Templates zu erstellen. Zu beiden Punkten bietet mir die ExpressionEngine alle Möglichkeiten, die ich mir wünsche. Die, wie oben schon erwähnt, komplette Anpassbarkeit der Felder eines Weblog ist für mich ein starker Punkt pro EE. Damit habe meine Zeit für die Einarbeitung in ein System aufgebracht, dass ich auch für evtl. aufkommende Nichtweblog Projekte verwenden kann. Weiter bietet die Template Engine, alles, was ich mir Wünschen, Trennung zwischen Skript und HTML, Flexibilität durch Conditionals. Ein Highlight der Template Engine ist sicher das Query Modul. Damit frage ich direkt per SQL Query Daten aus der Datenbank ab, ohne ein Stück PHP Code schreiben zu müssen. Auch ein Punkt ist das konfigurierbare Caching System, so bekomme ich fast den Geschwindigkeitsvorteil statischer Seiten, ohne die Dynamik zu verlieren.

Zusammengefasst zählt für mich Flexibilität.

Gravatar von BjörnBjörn (#)
06.03.2006, 23:02

Ich war die ganze Zeit eingefleischter WP Nutzer. Beim neuen Projekt habe ich die Gelegenheit genutzt, MT mal richtig auszuprobieren, nachdem mir Manuela bei den beiden anderen Seiten diese Arbeit abnimmt ;-)

Insgesamt nehmen sich beide aber nicht viel. Was bei MT flexibler ist, nimmt sich WP bei den Plugins und teiweise auch der Templateverwaltung. Derzeit favorisiere ich MT, da es dort noch vieles für mich zu entdecken gibt :-)

Generell denke ich, hat es Vorteile, zwei bekannte Systeme gut zu kennen und parallel damit zu arbeiten. So bleibt man flexibel und stellt zur richtigen Zeit auch das eine oder andere mal in Frage.

Für eine Seite wie Pixelgraphix denke ich, ist MT allerdings die bessere Wahl. Es hat noch mehr Möglichkeiten im Bereich Content Management. Wobei man sich hier natürlich auch die Frage stellen könnte, z.B. auf ein echtes kleines CMS wie Joomla zu setzen.

Gravatar von ManuelaManuela (#)
07.03.2006, 08:56

Wow, vielen Dank für die bisher sehr interessanten Beiträge. Ich finde es interessant, wie unterschiedlich jeder von uns die Featureliste eines Programms wichtet. Ich werde die Ergebnisse dieses kleinen Brainstormings demnächst noch einmal genauer auswerten.

Expression Engine steht auf meiner Test-Wunschliste ganz weit oben, da ich nur Gutes gehört habe. Bisher und aktuell fehlt wieder mal die Zeit …

@Ralph: Ich habe Kunden auch mit MT versorgt, die sehr zufrieden sind. Allerdings haben viele ihre eigenen Server und so kann sich MT auch die Resourcen nehmen, die es braucht um performant zu arbeiten. Ich denke, für die Kunden nehmen sich die bisher angesprochenen Systeme nicht so viel, da sie alle gute Interfaces haben und der Kunde nach einer kleinen EInarbeitung zügig allein loslegen kann.

@John: Stimmt, das habe ich mir auch schon zum Lesen gebookmarked :-).

Gravatar von Jeena ParadiesJeena Paradies (#)
07.03.2006, 19:10

Ich nutze http://jeenaparadies.net/webdesign/jlog/ weil es genau die Funktionen eingebaut bekommen hat, die ich mir gewünscht habe ;-). Außerdem ist es sehr sehr schlank und sehr flink im Vergleich zu den “großen” wie WP und MT.

Für ein andere Blog, welches nicht ganz so öffentlich ist nutze ich http://wwwtech.de/block/ welches wohl das schnellste Blogsystem ist das ich je gesehen habe, was wohl zum großen Teil auch daran liegt dass es in C geschrieben ist. Was auch sehr sehr cool ist, dass sich da wirklich so ziemlich alles in den Templates machen lässt, denn ein großteil der Logik ist in die Templates ausgelagert. Das ganze ist eigentlich nur ein Grundsystem, welches ziemlich alle Funktionalität durch Plugins bekommt, die Plugin API ist aber so gut ausgereift, dass sie keinen der WP- und MT-Plugin Nachteile (geschwindigkeit & Co.) hat.

Gravatar von GarvinGarvin (#)
09.03.2006, 10:32

Das liest sich ja fast wie der “Club der Unanonymen Blogger-Bekenntnisse” hier. Da kann ich auch nicht wiederstehen ;)

Als ich vor 3 Jahren nach einer sinnvollen Blogsoftware gesucht hab, gab’s eigentlich nur das Perl-MT, was ich aber nicht auf meinem Server sehen wollte. b2evo kam mir zu unausgewogen vor, und der Code hat meine PHP-Augen schlackern lassen.

Also habe ich zu dem gegriffen, was damals eigentlich die meisten PHP-Entwickler für ihre Blogs genommen haben: Serendipity (http://www.s9y.org).

Nachdem ich es bei mir installiert hatte, war ich erstmal relativ erstaunt, was es an Features noch nicht gab – aber konnte den Sourcecode doch recht schnell entziffern und habe das nachgebaut, was mir wichtig war: XHTML-Kompatibilität, zahlreiche Plugins, Code-Verbesserung, Performance-Verbesserung etc.

Naja, so bin ich dann irgendwie als Chef-Entwickler für Serendipity geendet und war zusammen mit den anderen in den letzten 3 Jahren nicht untätig, so dass ich jetzt sagen würde dass Serendipity eigentlich alles kann, was man als Blogger haben mag.

Besonders stolz sind wir auf die eventbasierte, objektorientierte Plugin-API, mit der man ohne Patches und Hacks wirklich alle Funktionalitäten des Blogs sehr einfach anpassen kann. Zusammen mit unserem Online-Plugin Repository Spartacus (siehe auch http://spartacus.s9y.org/) kann man Plugins vom Blog aus einfach installieren und aktualisieren. Seitenleistenplugins kann man einfach anordnen und sortieren, so dass man zur Anpassung eigentlich garkein PHP oder HTML können muss.

Wer’s doch flexibler haben will (und darauf ist Serendipity ausgelegt), kann die Smarty-Templates anfassen und nach belieben ändern. Da Smarty als Templatesprache verbreitet und einfach ist, hat man da eigentlich kaum Wünsche offen.

Durch die rechtebasierte Gruppenverwaltung kann man dann auch einfach Multi-User-Systeme einrichten; das Static-Page Plugin kümmert sich um die CMS-Funktionalität, freie Permalinks tunen das ganze hübsch auf. Man kann pro Kategorie unterschiedliche Templates vergeben und so leicht Multi-Blogs einrichten.

Unser Update-Vorgang beglückt sogar Serendipity 0.4 Nutzer noch, die mit 2 Klicks auf die aktuellste Version upgraden können, da wir uns immer sehr auf Rückwärts-Kompatibilität verlassen haben. Selbst alte 0.4 Templates kann man im komplett anderen 1.0 Framework ohne Probleme einbinden.

Anfänger schätzen an Serendipity das aufgeräumte Interface mit dem leichten Posten von Einträgen (zahlreiche WYSIWYG-Editoren wie htmlarea [eingebaut], TinyMCE/Xinha/FCKEditor werden unterstützt), die so doch leicht erste Ergebnisse produzieren konnten.

Ausserdem unterstützt Serendipity problemlos Windows-Server, arbeitet mit Apache, lighthttpd und IIS gerne zusammen und ist auch bei der Wahl der Datenbank flexibel: SQLite, MySQL, MySQLi oder PostgreSQL. Selbst IBM DB2-Support ist derzeit in der Mache.

Mehrsprachigkeit der Templates und Plugins ist natürlich auch kein Problem, und in zahlreichen Sprachen schon verfügbar. Dass Serendipity größenteils von Deutschen entwickelt wird, hat den Vorteil, dass die Übersetzung ins Deutsche eigentlich immer up-to-date ist.

Was die Lizenz angeht, haben wir auch ein Goodie: Wir sind BSD-lizensiert, und daher selbst kommerziell ausbeutbar. ;)

Mehrere vollständig unahängige Serendipity-Installation können im “Shared Mode” eingerichtet werden, so dass man nur eine Codebase hat, ähnlich wie ein PEAR-Modul. Wenn man dann mehrere Installationen aktualisieren will, muss man nur einmal neuen Code hochladen.

PHP-Entwickler dürften sich freuen, dass der PHP-Code recht gut strukturiert und in der 1.0 auch vollständig PHPDoc-kommentiert ist.

Zwar haben wir keine riesige Community, aber in unserem Forum konnte bisher noch fast jedem geholfen werden – ebenfalls etwas, was unsere Nutzer sehr schätzen. :-)

Jetzt aber genug mit meinem persönlichen Kaufgespräch. Letztlich sollte sich jeder sein eigenes Bild machen, und genau das System wählen, was für ihn das beste ist. Weblogs sind ja schließlich wie Religionen, und Serendipity stellt dabei gerne den protestantischen Buddhismus zur Verfügung. ;-)

Grüße,
Garvin

Gravatar von StefanStefan (#)
10.03.2006, 12:56

Meine Entscheidung ist Mittwoch gefallen, ich habe mir eine Expression Engine (EE) Personal geleistet.
Vorteile sind eindeutig die fast unendliche Anpassung (eigene Masken für jeden Content-Bereich), die starke Sicherheit und Stabilität und auch das Look-and-Feel des Backends (stilvolle, übersichtliche Grafik, farblich und inhaltlich an jeden Benutzer/Kunden anzupassen).
Und – nicht das ich etwas gegen PHP hätte – man braucht nicht (aber kann) mehr PHP und XHTML mischen, wie bei Wordpress, daher ist es auch für Nicht-Programmierer geeignet. Man kann unendlich viele globale Variablen und Tags in seinen Templates nutzen, die übrigens im Backend oder auch als Flat-File in jedem Editor bearbeitet werden können.
Zugegeben, kein OpenSource, aber alleine die eingebaute Bildergallery-Funktion rechtfertigt die derzeit rund 80€.

Gravatar von iRoybotiRoybot (#)
11.03.2006, 11:03

Bei mir haperts leider berufsbedingt immer an der Zeit mich wirklich intensiver mit CMS-und/oder Blogging-Plattformen zu beschäftigen, weshalb es bei einigen versuchen mit Lightpress geblieben ist. Für diejenigen, die mit der Wordpress-Performance nicht zufrieden sind, sei diese Frontend-Replacement mal ans Herz gelegt: Sie verbannt alles php aus den Templates und stutzt die Datenbank-Abfragen auf ein nötiges mindestmaß herunter.
(leider eine noch sehr kleine Community -> daher nur recht wenige Plugins)
Mein Weblog läuft also nach wie vor mit einem etwas lahmem Wordpress, das mich von seinen Möglichkeiten und seiner Flexibilität aber überzeugt. Zum wirklich individuellem anpassen der Funktionalität muss man aber schon PHP-versierter Coder sein, dafür ist die Installation aber imho ein “fast schon Kinderspiel”, was aber sicher auch damit zu tun hat, dass php+mysql vermutlich verbreiteter sind als perl zb.

Gravatar von GabiGabi (#)
15.03.2006, 15:42

Ich blogge mit Wordpress, was Anderes habe ich auch noch nciht ausprobiert, weil ich dazu keine Veranlassung hatte.

Wordpress ist einfach meinen Vorstellungen anzupassen, die Fülle an guten PlugIns und das hervorragende deutschsprachige Forum überzeugen mich.

Gravatar von derSvenderSven (#)
26.03.2006, 14:01

Meine Seite habe ich innerhalb des CMS Typo3 entwickelt. Deshalb habe ich meinen Versuch eines Blogs auch mit den Modulen von Typo3 verwirklicht. Mir gefällt es sehr gut, und es ist zudem sehr gut zu administrieren.. und macht Spass!

Gravatar von MolarMolar (#)
14.09.2006, 22:36

Hallo,
ich habe bisher immer Wordpress genutzt und war über machen Dinge in WP nicht wirklich fröhlich. Dein Posting hat mich angeregt mal zum Test zu Movable Type zu wechseln…. und muß sagen, ich bin begeistert über die einfache Nutzung von MT. Danke für den Tipp!

Gravatar von DennisDennis (#)
08.08.2007, 15:54

Zunächst mal vielen Dank für die klaren Hinweise zu den einzelnen Systemen. Ich habe mich jetzt für da hier erwähnte Serendipity entschieden und werde versuchen das zu installieren. Dank an Garwin ;-). Das einzige Problem kann wohl daraus erwachsen das ich eigentlich ein jüdischer Hindu bin. Da muss ich mich mit dem protestantischen Buddhismus noch anfreunden…
Der Fortschritt meiner Bemühungen wird unter tenerife-ugly.com zu sehen sein. Das Meckerforum für alle mit Inselkoller.

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