Keine Geldnoten in Bildbearbeitungen
Wie Golem.de berichtet, zeigen die aktuellen Versionen von Photoshop und PaintShop Pro offensichtlich keine Bilder mit Geldnoten an. Es handelt sich um US-Dollar- und Euro-Scheine. Während die Informationen über Photoshop auf Postings von Usern in Internet-Foren beruhen, konnte Golem.de die Vermutung bei PaintShop Pro 8 bereits bestätigen. Beide Programme erkennen offensichtlich Geldscheine in Grafikdateien und weigern sich daraufhin, diese zu öffnen. Jasc soll bereits eingeräumt haben, dass es sich um eine Restriktion handele, die dazu dienen soll, die Fälschung von Geldnoten zu verhindern. Von Adobe liegt Golem.de eine entsprechende Stellungnahme nicht vor. Wir dürfen gespannt sein.
Update: Heise online berichtet ebenfalls:
Mit ihren Zensurmaßnahmen schießen Adobe und Jasc jedenfalls für Deutschland deutlich über das Ziel hinaus, wie auch der Bundesbankbeamte Peter Kroker vom Zentralbereich Recht gegenüber heise online bestätigt. Beispielsweise dürfen in Deutschland durchaus Banknoten reproduziert werden, die mindestens doppelt beziehungsweise höchstens halb so groß sind wie das Original. Digitale Reproduktionen (nicht körperliche Reproduktionen), mit denen sich waschechte Blüten drucken ließen, darf man hingegen nicht so ohne Weiteres anlegen oder auf seinem Rechner lagern — mit einer Ausnahme: Als “Zwischenstufe zur Herstellung von gesetzeskonformen Reproduktionen” sei ein solches digitales Banknotenbild durchaus erlaubt, erläutert Kroker. Derartige Zwischenprodukte müssen aber vor Missbrauch geschützt und unverzüglich nach Gebrauch vernichtet werden.
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