Web-Layouts gestalten ohne Photoshop & Co?

04.06.2008, 07:17 in webdesign, design, gestaltung. Trackback-URL, Kommentar-Feed.

In Why we skip Photoshop führen 37signals, die Macher von Basecamp, Backpack und Highrise aus, warum Sie in ihrem Entwicklungsprozess direkt vom Papier zum XHTML/CSS-Editor wechseln und Photoshop komplett links liegen lassen.

Als Hauptgründe werden angeführt, dass sich Photoshop-Mockups – ebenso wie ihre Papier-Pendants – nicht klicken lassen, dieses aber indirekt suggerieren. Außerdem würde es den Designer eher ablenken und zu Detailfutzeleien verführen. Texte sehen in Photoshop komplett anders aus als auf der späteren Site … Weitere Gründe hier. Auch die Kommentare lesen sich mehr als interessant.

Ich vertrete auch in meinem Buch die Auffassung, dass es keinen Sinn hat, grafische Entwürfe bis in das letzte Detail auszuarbeiten. Dabei ist es völlig egal, ob man Photoshop, Fireworks, OmniGraffle oder was auch immer verwendet: Der Vorschlag wird letztendlich anderes aussehen, wenn er in XHTML/CSS umgesetzt ist. Und er wird auch nicht in jedem Browser gleich aussehen.
Inwieweit man so einen Entwurf gestalten »muss« hängt vom jeweiligen Projekt ab. Gestaltet man so wie 37signals hauptsächlich für sich selbst, ist es absolut sinnfrei, Stunden in der grafischen Arbeit zu verbringen. Man weiß, was später wie und wo hinzugefügt werden kann. Kunden allerdings möchten zurecht schon etwas mehr sehen. Und auch hier bedarf es vorher der genauen Absprache, was den meisten Nutzen bringt: Während es für ein Projekt völlig ausreichend ist, einen Vorschlag für die Startseite zu liefern, ist es bei einem anderen unumgänglich auch Detailseiten zu gestalten. Das ist v.a. der Fall, wenn man den Entwurf selbst gar nicht umsetzt. So etwas muss man vorher abklären und den Arbeitsaufwand entsprechend kalkulieren.

Worauf man sich als Gestalter in meinen Augen jedoch auf keinen Fall einlassen sollte, ist es, schon in der ersten Designrunde mehrere komplett ausgearbeitete grafische Vorlagen zu liefern. Das ist Zeitverschwendung :-).

Werbeunterbrechung

Kommentare und Feedback (73)

Gravatar von AndiAndi (#)
04.06.2008, 07:59

Da stimme ich dir zu Manuela. Vor allem Kunden wollen nicht die Katze im Sack kaufen. Der Aufwand sollte sich aber in Grenzen halten. In den meisten Fällen reicht es, die Startseite und eine Detailseite auszuarbeiten.
Leider werden für Design und Umsetzung häufig zwei verschiedene Agenturen ausgesucht. Genau dabei wird leider meist viel Geld unnötig verschwendet, da die Designagentur meist Vorlagen für jede Seite bis ins Detail ausarbeiten (und meist keine Rücksicht auf die Umsetzbarkeit machen).

Gravatar von FlorianFlorian (#)
04.06.2008, 08:24

Ich war am Montag bei einer Vorführung der 3 Adobe-Evangelisten Jason Levine, Greg Lewis und Rufus Deuchler. Greg, der von Macromedia kommt hat auch beteuert, dass es dämlich sei Sreendesign mit Photoshop zu machen. Das sei ganz klar die Aufgabe von Fireworks!

Da hat er bis auf ein wichtiges Detail (später) gar nicht so unrecht. Ein Screendesign umzusetzen macht meiner Meinung nach vor allem dann Sinn, wenn ein Pflichtenheft benötigt wird. So kann sich die Agentur und auch der Kunde absichern. Im Idealfall setzt der Designer die Webseite auch selbst um oder hat zumindest fundiertes Wissen über den durch das Design entstehenden Zeitaufwand.

Mit Fireworks ist es nun ja möglich Designs schon mit Hyperlinks auszugeben. Im Endeffekt werden ja nur Bilder mit Imagemaps erzeugt, aber der Kunde kann wenigstens schon mal “klicken”.

Ein nicht zu unterschätzender Nachteil liegt aber in der Bildbearbeitung, vor allem was pixelbasierte Funktionen angeht. Fireworks ist nun mal ein Vektorprogramm und als solches nicht auf Retuschen optimiert. Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber ich retuschier die Fotos in der Regel im Kontext des gesamten Layouts.

Mein Fazit: Komplett ohne Screendesign komme ich nicht aus. Zwar muss nicht jede Seite gestaltet werden, aber wenigstens wie von Andi beschrieben, ist es für mich (und einer Meinung nach auch dem Kunden) unerlässlich das Layout visuell zu prüfen bevor ich schon mit der Umsetzung angefangen habe.

Gravatar von saschasascha (#)
04.06.2008, 09:04

Yepp, sehr schön :)
ab in die mento bookmarks damit.

Gravatar von macxmacx (#)
04.06.2008, 09:21

Ein Design bis ins Letzte auszuarbeiten macht, und da stimme ich dir Manuela voll zu, null Sinn. Das bezieht sich aber nur auf Textinhalte. Beim Design ist das natürlich was anderes, denn wenn da später was anderes dabei herauskommt, konnte der Designer offenbar schlecht exportieren.
Dass 37signals Photoshop nicht nutzen, wundert mich gar nicht. Die Jungs haben sowas von kein Design in ihren Webseiten. Ich sehe nur Boxen und Text, viel CSS, aber kein Design, nicht besonderes. Design steht für mich für Kreativität, neue Ideen, Unverwechselbarkeit. Die Seiten von 37signals sind beliebig, die könnten von jedem stammen.

Gravatar von FrankFrank (#)
04.06.2008, 09:21

Sehe ich auch so, wenn ich mal einen Entwurf mit Grafiktools gemacht habe, dann bin ich mich in Spielereien und Details hängen geblieben. Liegt aber auch daran, dass ich PS und co. weniger unterwegs bin und das Handwerk nicht beherrsche.
Daher gehe ich immer direkt vom Papier in den Editor. Mir liegen Typolayouts und somit ist das auch recht gut machbar.

  • Off-Topic: da ich weis, dass du Plugin Text Control einsetzt: neue Version, funktioniert in WP 2.5 und 2.6 sauber, DL ist leider nicht via SVN auf wp.org erreichbar, weil der Autor keine Rückmeldung gibt. Deshalb bei mir abgelegt (zip).

Gravatar von ManuelaManuela (#)
04.06.2008, 09:31

@David: Auch bei den Grafiken muss man ja einiges einplanen, wenn es z.B. um das Skalieren geht. Da habe ich schon häufiger erlebt, dass Ideen, die ich im Kopf hatte und selbst umgesetzt hätte, aber natürlich im Photoshop-File nicht notiert hatte, bei anderen auch nicht in gleicher Weise ankamen. Also z.B. eine Grafik als Abschluss setzen und den Rest mit Hintergrundfarbe füllen. So was kann man nicht wirklich immer schon im Entwurf rüberbringen. Muss man auch gar nicht.

@Frank: Das finde ich spannend. So ein paar Grafiken bastele ich selbst für die ganz gradlinigen Sachen doch vorher zusammen.

Danke für den Link! Werde ich in meine WP-Sachen einbauen.

Gravatar von Sascha K.Sascha K. (#)
04.06.2008, 09:56

Für Kunden ist es unerlässlich ein Screendesign stark auszuarbeiten. Wie sollen Kunden sich das sonst vorstellen können. Es gibt außerdem schon einige Tricks in Photoshop Texte etc. so aussehen zu lassen wie es dann später mit HTML / CSS wirken wird.
Ich verstehe nur nicht wie ein Designer sagen kann dass es im HTML und vor allem in verschiedenen Browsern unterschiedlich aussehen wird. Dann hat der Designer (oder wer auch immer das Screendesign zum HTML bringt) seine Arbeit nicht richtig gemacht. Mal abgesehen von der Schriftglättung in div. Browser sollte (und das ist wirklich kein Problem) die Seite in allen Browsern kompatibel sein und gleich aussehen. Ich greife allerdings auch auf eine über 10 Jährige Erfahrung im HTML Bereich zurück und verwende keine WYSIWYG Editoren. Die machen eh nur Müll.

Übrigens ist die Seite von 37signals tatsächlich nicht besonderes. Keine Emotionen, sehr unübersichtlich. Vielleicht sollten die mal wieder Photoshop zur Hand nehmen und ihr Design vorher “durchspielen” ;)

Gravatar von macxmacx (#)
04.06.2008, 10:26

@Sacha: Mit deiner “10-jährigen Erfahrung” sollte dir aufgefallen sein, dass jeder Computer andere Schriften installiert hat und diese im Browser unterschiedlich gerendert werden. Auch werden die gleichen Schriften in unterschiedlichen Browsern unterschiedlich dargestellt. Hinzu kommt, dass jeder User die Schriftgrößer skalieren kann, den Kontrast ändert und so weiter und so fort. Webseiten sehen überall wirklich anders aus. Das war noch nie anders. Deswegen liebe ich das Internet – es ist flexibel und kann sich dem Ausgabemedium anpassen. Das solltest du auch deinem Kunden begreiflich machen. Webseiten sind nicht aus Papier.

Gravatar von FrankFrank (#)
04.06.2008, 10:39

@Manuela: Gern !

Gravatar von Sascha K.Sascha K. (#)
04.06.2008, 10:41

@macx: Ja, ich habe pauschal von der Schriftglättung gesprochen, weil das im Moment der gravierendste Unterschied ist. Natürlich kann ich Internetseiten derweilen auf den unterschiedlichsten Plattformen anschauen, sei es iphone, Handy oder sogar Spielekonsolen. Jedoch ist es so dass diese sich immer mehr annähern, sogar zum Teil gängige Browsersysteme verwenden und die Standardschriften auf den meisten Plattformen vorhanden und identisch sind (Auf meiner WII Konsole z.B. werden alle meine Seiten identisch meines PCs angezeigt). Natürlich kann dann jeder User noch seine Schriftgröße verändern usw… Das macht aber nur einen kleinen Prozensatz aus.

Gravatar von Eric EggertEric Eggert (#)
04.06.2008, 11:03

Das hat auch viel mit der Herangehensweise zu tun. Wenn man den Kunden durch Wireframes und Gedankengänge mitnehmen kann und eng mit ihm zusammenarbeitet (was leider sehr selten der Fall ist), dann ist es auch kein Problem das Layout direkt in HTML zusammen zu stöpseln.

Auch haben 37signals natürlich eine andere Herangehensweise an ihre eigenen Webapplikationen als andere Webdesigner an Webseiten. Dort steht die Usability im Vordergrund und das spiegelt sich fast notwendiger weise in den einfachen Layouts wieder.

Schöne Screendesigns sind sicherlich nur in Zusammenarbeit mit einem guten Grafikprogramm möglich (und da ist es egal wie es heißt). Ich bewundere Webdesigner, die ganze Webseiten in Photoshop layouten – Bei mir reicht’s nichtmal für einfarbige Flächen. Außerdem finde ich gerade Content in Photoshop einzufügen eine Qual.

Gravatar von TobiasTobias (#)
04.06.2008, 12:56

Schliesse mich Manuela & David an. Webseiten können nicht in jedem Browser gleich aussehen. Wenn du wirklich zehn Jahre Erfahrung hast, solltest du das wissen, Sacha K. Ich frage Dich Do websites need to look exactly the same in every browser? Na bitte. Und was du da schreibst von wegen Schriftgrößen ist Quatsch. Schau mal genau hin! Wenn du dann die Unterschiede nicht siehst, von denen die Rede ist, weiss ich es auch nicht mehr. Vielleicht solltest du Manuelas Buch mal lesen ;-)! Da steht das nämlich auch so drin

Gravatar von FrankGFrankG (#)
04.06.2008, 13:20

@Sacha: Natürlich ist es ein gewisser Aufwand, Websites cross-browserfähig zu machen bzw. die Layouts einigermaßen anzunähern. Geht das nicht,. layoute ich einfach die betreffende Sektion im “störenden” Browser ein wenig anders, so daß es gut aussieht. Generell arbeite ich immer von standard-konformen Clients hin zu den proprietären…

Ein Vorteil von Papier, der rein physio-/psychologisch erwiesen ist, ist die Tatsache, daß ein Wechsel des Mediums (eben weg vom PC hin zum Papier) das Gehirn neu stimuliert. Ein weiteres einfaches Bsp dazu: Ich habe eine zeitlang mit elektronischen Stickies auf dem Schirm gearbeitet, bin dann aber wieder zu den alten Papierzetteln bzw. der Papier-To-Do-List aus obigem Grunde zurückgekehrt.

Generell also der Appell : In der “Rohschnitt”-Phase ruhig weg vom Screen und z.b. auch mal ein 3D-Objekt aus Papier basteln, sich in der Natur oder in der Architektur mit neuen Texturen und Formen “versorgen” (und bitte nicht nur über Flickr angucken ;)) – diese halt abstrahieren und versuchen, die Essenz davon in sein Design einfliessen zu lassen.
Ich musiziere nebenbei und höre auhc ganz gern in der Entwurfsphase je nach Projekt mal Klassik, Rock, Blues, Jazz…

Gravatar von MeerblickzimmerMeerblickzimmer (#)
04.06.2008, 13:59

Mh. Ich glaub man muss das Thema Photoshop im Rahmen des gesamten Workflows sehen. Externe Kunden wollen nunmal gern was sehen, schön farbig und so mit dem richtigen Logo. Da macht sich PS gut. Wenn man keine externen Kunden hat, sondern nur sich selbst, dann geht sicherlich auch ohne – zumal wenn der grafische Anspruch ans Produkt geringer ist.

Warum ich Papier als “einzige” Kundenpräsentation eher uneignet finde, ist die Tatsache das Webseiten i.d.R. auf Bildschirmen, nicht auf Papier dargestellt werden. Ne Webseite auf Papier wirkt ganz anderes als auf dem Bildschrim. Ist das gleich wie mit Visitenkarten die immer so schön toll in A6 auf Karton vorgestellt werden. Am Ende wirds doch ganz anderes und die Diskussion mit dem Kunden ist vorprogrammiert.

Gravatar von Anger1967Anger1967 (#)
04.06.2008, 14:23

Da muss ich doch auch glatt mal was dazu schreiben: Natürlich ist es gut, sich seine Gedanken zu machen und die ruhig auch auf Papier niederzuscribblen. Allerdings ist es meiner Meinung nach unerlässlich, Screendesigns auch in Photoshop oder ähnlichem umzusetzen. Einerseits, um dem Kunden ganz klar zu zeigen, wie sein Autritt später einmal aussieht, andererseits um selbst auch flexibler, auszutesten, was gut aussieht und was nicht…Muss also SaschaK rechtgeben, dass man als Grafiker auf ein “Grafikprogramm” wohl kaum verzichten darf und kann… (Ich hoffe ihr merkt was!)

Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie er an ein Projekt herangeht und wie er es dem Kunden präsentieren möchte. Allerdings ist es so wie in jedem Beruf: Es gibt Minimalisten und Amateure und eben Leute die sich noch dahinter klemmen und sich Zeit lassen etwas kreatives zu entwickeln. Jeder eben so wie er denkt und Zeit hat :)

Zu 37signals sage ich an dieser stelle nicht mehr als: Mies!

Abschließend noch ein Wort zu den Herrschaften die grundsätzlich glauben, dass ihr Weg der einzig Wahre sei und die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben: Ohne Fleiss kein Preis :)

Gravatar von FrankGFrankG (#)
04.06.2008, 14:25

Das Medium Papier verwende ich auch nicht beim Kunden. Ich meinte dies eher als ergänzenden Workflow-Schritt, denn ich teile auch die Meinung, das an Screendesign/sketching bei einem externen Kunden kaum ein Weg vorbeiführt.

Gravatar von Anger1967Anger1967 (#)
04.06.2008, 14:26

Super FrankG dann sind wir auf einer Wellenlänge :)

Gravatar von AndreasAndreas (#)
04.06.2008, 15:18

Für mich, der eigene Texte und Fotografien auf seiner Seite präsentiert, ist es nicht wichtig alles in Photoshop durchzudesingen. Ich finde das der Inhalt einer Seite viel wichtiger ist als das drumherum.

Gravatar von LeifLeif (#)
05.06.2008, 08:24

Ich kann mir ehrlich gesagt nur schwer vorstellen wie man in der Webentwicklung für einen Kunden ohne Fireworks o.ä. auskommen kann. Ok, Scribbles auf Papier sind eine schöne Sache und wahrscheinlich auch schnell umsetzbar, aber mehr als eine erste grobe Skizze kann das meiner Meinung nach nicht sein.

Wenn 37signals dies als Grundlage für eigene Projekte nimmt, mag das noch funktionieren. Für externe Kunden halte ich dies aber für nicht ausreichend, weil zu unflexibel und zu wenig aussagekräftig.

Ich bin auch der Meinung, dass Fireworks eindeutig das bessere Produkt für Wireframes und Layouts ist. Photoshop ist hier in der Tat zu starr und unflexibel – zumindest war das bisher die Erfahrung. Fireworks ist wirklich ein klasse Tool, mit dem sich gut und schnell arbeiten lässt. Außerdem lassen sich hier schnell und ohne größeren (weiteren) Aufwand Klickdummys und die Grundlage für die spätere Umsetzung erstellen.

Natürlich muss man nicht die komplette Website im Vorfeld durchlayouten. Die Erfahrung hat aber zumindest bei uns gezeigt, dass es sehr zu empfehlen ist die Homepage und 2-3 Unterseiten zu gestalten. Und diese auch im Detail auszuarbeiten. Zum einen bekommt der Kunde (wie schon weiter oben gesagt) so einen aussagekräftigen Eindruck von dem zu erwartenden Produkt, zum anderen ist das eine nicht unerhebliche Vorarbeit für die spätere Umsetzung. Gerade wenn Layout und Prototypen-Erstellung vielleicht von unterschiedlichen Personen ausgeführt werden.

Wenn ich z.B. XHTML/CSS erstelle, will ich vorher wissen welche Elemente ich benötige, wie ein Submit-Button auszusehen hat, wie sich Headlines auf Unterseiten verhalten, etc. Natürlich kann mann hier nich 100% alle Fälle abdecken, aber es ist möglich Templates zu erstellen ohne alle 5 Minuten nachfragen zu müssen und fehlende Elemente “nachzudesignen”…

Mag sein, dass andere ohne Wireframes und komplexe Layouts auskommen. Bei uns stellen diese aber eine wichtige Grundlage für die Umsetzung dar, auf die ich nicht verzichten kann und will.

Gravatar von LeifLeif (#)
05.06.2008, 08:31

Ach und noch ein Nachtrag:
Ich finde durchaus dass man ein Layout so umsetzen kann, dass es in den gängigen Browsern “gleich” aussieht. Das bedeutet nicht, dass es 100% identisch ist, da Laufweiten, Schriftgrößen und Abstände immer ein wenig abweichen. Diese Unterschiede sind aber so gering, dass sie der Nutzer in der Regel nicht wahrnimmt. Und kein Endanwender stellt die Website in verschiedenen Browsern direkt gegenüber. Das machen höchstens die Designer.

Es ist die Aufgabe von gutem XHTML/CSS eine Umsetzung zu schaffen, die in den entsprechenden Browsern funktioniert und Layout und Aussage nahezu identisch transportiert. Daher kann ich das Argument gegen “komplexe” Layouts hier eigentlich nicht ganz nachvollziehen…

Gravatar von ManuelaManuela (#)
05.06.2008, 08:39

Und kein Endanwender stellt die Website in verschiedenen Browsern direkt gegenüber. Das machen höchstens die Designer.

Doch, es gibt auch Endanwender, die das machen.

Ich meine mit “gleich” auch “exakt gleich”, mit allem was dazu gehört. So dass man eben hinschauen muss um die Unterschiede zu erkennen. Aber davon gehe ich aus, wenn man sich unter Gestaltern über so ein Thema unterhält. Und ich meine, dass es nicht unbedingt immer gerechtfertigt ist, alles bis ins kleinste Detail im Layout vorzubasteln. Vieles ergibt sich doch auch in der Entwicklung bzw. in der Rücksprache mit dem Kunden …

Es ist die Aufgabe von gutem XHTML/CSS eine Umsetzung zu schaffen, die in den entsprechenden Browsern funktioniert und Layout und Aussage nahezu identisch transportiert.

Perfekt gesagt, finde ich.

Gravatar von Anger1967Anger1967 (#)
05.06.2008, 09:07

Den Endanwender musst Du mir mal zeigen, der das macht. und wenn er es macht, dann ist auch immernoch die Frage ob ihn minimalste Laufweiten und Abstände dann wirklich interessieren. Wohl kaum…

Gravatar von ManuelaManuela (#)
05.06.2008, 09:14

»Der Endanwender« z.B. liest hier mit, arbeitet in IT-Abteilungen, hat großes Interesse an der Arbeit anderer und schreibt entsprechende Hinweis-Mails. Es bleibt dann abzuwägen, inwieweit und von wem etwas als “minimal” einzuschätzen ist …

Gravatar von FrankGFrankG (#)
05.06.2008, 09:54

Da gebe ich Manuela recht, mind. die Hälfte meiner Kunden lassen sich gleich bei der Endabnahme verschiedene Browser zeigen. Ich frage am Anfang erstmal nach bestehenden Weblogs oder Google Analytics Accounts, damit ich sicher irgendwelche Exoten ausschliessen kann ;)… die letzte TYPO3-Seite musste z.b. v.a. auf IE 6 “gut” aussehen, 12% der bisherigen Nutzer kamen mit IE 5.5 angebraust usw.

Und ja, die IT-Entscheider /-betreuer in Unternehmen haben sehr wohl Ahnung von Cross-Browser-Fähigkeit, schauen auch auf ALiasing/Kerning etc. , das würde ich nicht naiverweise außen vorlassen…

Gravatar von JörnJörn (#)
05.06.2008, 10:01

Ich denke, dass sich die detailierten Feinheiten erst mit dem Kunden ergeben, daher gibts bei mir nach ner Screendesign-Phase, so 2-3 Seitenlayouts, wo ich neben den Grundgedanken auch versciedene Varianten teste, nen XHTML-Dummy, der dann als Zwischenergebnis dient.
Ohne PS und Co könnte man nicht so gut die Varianten testen und dem entsprechend sieht die Seite dann auch aus…
Meist benutze ich auch einen Screen, auf dem ich verschiedene kleine Elemente teste, bevor ich sie dann umsetze.

Gravatar von HolgerHolger (#)
12.06.2008, 10:36

PS benutze ich immer noch um ersteinmal ein Gefühl für Farben, Formen und Relationen beim Entwurf zu bekommen. Zum rumspielen und ausprobieren.
Mittlerweile gehe ich aber auch immer mehr dazu über ein XHTML Dummy mit klickbaren Links den Kunden als Feinkonzept zu präsentieren. Der Kunde hat dan gleich etwas zum Anfassen und ausprobieren. Außerdem ist die Schrift tatsächlich ein Problem…die Typographie und die Umsetzung und Präsentation der Inhalte läßt sich nur unzureichend mit PS simulieren.
Die .psd Datei nutze ich dann eigentlich nur noch zum generieren der grafischen Elemente. Diese bekommt der Kunde dann (außer er fragt expliziet dannach) im Prinzip gar nicht mehr zu sehen.

Gravatar von ThomasThomas (#)
12.06.2008, 12:37

Ich muss mal eine Lanze für 37signals brechen. Natürlich gibt es wunderhübsche Designs mit vielen Schatteneffekten, Verläufen und allerlei Photoshopfiltergeschwurbel. Das kann ja auch oft sehr schön aussehen und hat seine Berechtigung. Aber dem was 37signals machen, liegt eine ganz andere Herangehensweise zugrunde und ich finde es hat (auch grafisch) einen eigenen Charme, der durchaus über die reine Funktionalität hinausgeht.

Früher waren Layouts mit 8-Punkt Pixelschriften schick, dann gab es viel Flashseiten und heute kann man in den CSS-Galerien bewundern, was Leute alles so aus Photoshop und Wordpress herauskitzeln – aber das alles hat meiner Meinung nach gar nicht mal so viel mit “Design” zu tun, sondern betrifft nur einen Teilaspekt.

Design sollte für mein Empfinden eher als Gesamtheit verstanden werden. Dazu gehören Konzept, Arrangement und Layout, in denen Usability genauso wie grafische Stringenz und evtl. nötiger Eyecandy ihren Platz haben können – und so betrachtet stehen die 37signals Leute wieder gar nicht mal so schlecht da. Denn sie haben es zumindest geschafft einen eigenen Stil zu etablieren, der mit einfachen Mitteln über eine bestimmte Farbwelt, ausgewogener Typographie (nicht kunstvoll, aber ausgewogen), minimaler grafischer Akzente und moderne Technologien (Ajax etc.), einer gewissen Veränderung des Webs hin zu mehr Funktionalität und Alltagstauglichkeit Tribut zollt. Und meiner Meinung nach auch wiedererkennbar ist.

Klar sehen deren Webseiten für manchen auf den ersten Blick vielleicht etwas plakativ und auch auf eine Art amerikanisch aus, aber trotzdem ist es eine für mich klare Bildsprache, die mir manchmal einfach lieber ist, als ein total verspieltes Photoshoplayout, das irgendwie auf den Screen gezwungen wurde und nur aufgemotzte Fassade für mittelmäßigen Gebrauchs- bzw. Unterhaltungswert ist.

Gravatar von DavidDavid (#)
14.06.2008, 21:58

Im Moment gibt es keinen Weg um Photoshop herum. Wegen der Verlinkung zu FIreworks wechseln wäre quatsch: a) geht in Photoshop auch und b) das wird eh nicht mehr weiterentwickelt. Ich glaube auch nicht, dass reine CSS-Designs schneller mit CSS in der Designphase umgesetzt werden können als in Photoshop.

Cool wäre, wenn sich Adobe mal ein neues Programm ausdenken würde, quasi ein ganz neues Programm mit Fokus auf die Webentwicklung. Was das Programm können müsste ist klar: dynamische HTML-Elemente (Buttons, Radiobuttons etc.) als Objekt-Bibliotheken (à la OmniGraffle), Unterstützung für das erstellen von dynamischen Menus, spezielle Objekt-Filter für gängige heutige Effekte (Konturen, Verläufe, Kerben etc) und eine ausgereifte Export-Funktion für interaktive Seiten (nur zum Testen für den Kunden, keine XHTML/CSS-Files für den echten Gebrauch).

Photoshop wächst sonst immer mehr zum Dinosaurier an. Und wenn ich Webdesigns im Photoshop mache, ist es mir nicht selten schon passiert, dass ich das “Limit von Verschachtelungen” der Ebenen erreicht habe! Zudem leidet dann auch stark die Leistung meines (neuen) iMacs darunter. Bitte, bitte Adobe – schenk uns ein Webshop!

Gravatar von roblesrobles (#)
15.06.2008, 17:34

Ach was wäre das schön, wenn das endlich bei all den Grafikdesignern ankommen würde, die mal eben schnell ein Layout zusammenklicken und sich keine Gedanken darüber machen wie die Seite in einem Browser aussehen wird – ganz zu schweigen von Browserkompatibilität.

Leider erlebe ich immer wieder, dass gerade wenn man für andere Agenturen tätig ist, selten jemand darauf achtet, ob es technisch umsetzbar ist. Hauptsache der Kunde unterschreibt den Vertrag. Und derjenige, der für die technische Realisierung zuständig ist, muss sehen wie er das hinbekommt. Aus Kostengründen entstehen dann häufig qick and dirty Lösungen, die nicht nötig wären, wenn von vornerein etwas besser kalkuliert würde und der Techniker schon früher in die Planung einbezogen würde.

Glücklicherweise haben dies die Agenturen mit denen ich zusammenarbeite erkannt, sodass die Arbeit – als technisch und benutzerfreundlich orientierter Webdesigner – richtig Spaß macht. Schwierig wird es immer dann, wenn dritte (grafikorientierte) Agenturen mit ins Spiel kommen.

Gruß,
robles

Gravatar von MarcelMarcel (#)
16.06.2008, 06:57

sehr interessant ansichten. werde dennoch auch in zukunft die scribbles zuerst in photoshop umsetzen, ist irgendwie eine alt eingefahrene schiene die man nach jahren nicht mehr wechseln möchte. geht es dir da anders`?

Gravatar von RenéRené (#)
18.06.2008, 08:41

Ich bin der Meinung und das mache ich soweit auch, man muss es eben seinem Kunden auch entsprechend kommunzieren, dass a.) Mockup vs. Final immer einen Tick anders aussehen wird b.) Browser nie ein 100% identisches Bild liefern können (eher wollen).

Auf der anderen Seite finde ich, dass man nicht immer alles auf Papier scribblen kann, widerum anderes lässt sich in PS oder jedem anderen Grafikprogramm nicht schnell und einfach erfassen. Spiegelungen, Schattenwürfe oder mal schnell eine Farbe angepasst, versuch das mal auf Papier. Da hat man dann 3 – 10 Scribbles und es sieht immer noch nicht entsprechend aus.

Der Weg von Scribble direkt zum ersten HTML-Prototypen finde ich für meine Arbeit nicht realisierbar, da ich sehr viele Ideen erst im Gestaltungsprozess mit Photoshop realisieren kann.

Grobkonzept mit Scribbles, ja. Keine Mockups in Photoshop… für mich nicht möglich.

Gravatar von Thom.Thom. (#)
18.06.2008, 09:08

Ich finde es immer wieder interessant wie engagiert man über Werkzeuge und Herangehensweisen diskutieren kann. – Aber ist Design nicht ein bisschen mehr? Und wer behauptet eigentlich, dass es ein Richtig und ein Falsch im Designprozess und in der Umsetzung gibt? Macht diese Diskussion Sinn? Wollen wir wirklich Uniformen tragen?

Gravatar von ArneArne (#)
18.06.2008, 10:45

Es geht hier um das Werkzeug und nicht um die Uniform oder das Design an sich. Das steht hier gar nicht zur Diskussion!

Gravatar von DavidDavid (#)
18.06.2008, 10:49

Spannend wäre die Diskussion unter echten Profis…

Gravatar von ArneArne (#)
18.06.2008, 10:54

Ähem, da sind hier wohl viele dabei und die Diskussion im Original hast Du auch verfolgt?

Gravatar von ThomasThomas (#)
18.06.2008, 10:55

hahaha, schön arrogant :)

auf jeden fall bestimmt das werkzeug auch die form. aber hier werden äpfel mit birnen verglichen und es ist meines erachtens generell sinnlos so etwas pauschal als “neues designprinzip” auszurufen. es ist nur eine meinung, und wer ohne photoshop gut klarkommt, der kommt eben mit weniger werkzeug aus.

manche musiker brauchen ein orchesterarrangement, andere nur eine akustik-gitarre.

Gravatar von DavidDavid (#)
18.06.2008, 11:10

Ich behaupte nicht, dass keine Profis hier anwesend sind. Doch Aussagen wie “es ist nur eine meinung, und wer ohne photoshop gut klarkommt, der kommt eben mit weniger werkzeug aus” oder “Ach was wäre das schön, wenn das endlich bei all den Grafikdesignern ankommen würde, die mal eben schnell ein Layout zusammenklicken und sich keine Gedanken darüber machen wie die Seite in einem Browser aussehen wird – ganz zu schweigen von Browserkompatibilität” sprechen nicht unbedingt für ein Profi, der Gestaltung von Websites im Griff hat und auch technisch nicht auf die Nase gefallen ist (sondern eher für Kiddies und Programmierer). Ich bin Grafiker und ein wenig Programmierer, grössere technische Sachen lassen wir von Partnern umsetzten. Ich bin kein Linuk-Freak der findet, ja “auch im GIMP kann man schöne Designs machen..”. Doch wie oben geschrieben: Photoshop ist suboptimal, doch es gibt z.Z. kein besseres Programm, das auch kompatibel ist. So geht das. Vielleicht war das oben ein wenig “arrogant” formuliert… ;-)

Gravatar von Thom.Thom. (#)
18.06.2008, 11:15

@Arne
Das mit der Uniform ist nicht ganz durchgedrungen, oder?

Generell kann ich nur meinem Namensvetter Thomas zustimmen. Schöner Kommentar. Und typographisch finde ich Lösungen, wie die von 37signals sehr interessant.

Mich würde aber auch interessieren, ob es hier auch Hochschulabsolventen des Studiengangs Design gibt. …-)

Was hast Du eigentlich studiert, Manuela? :-)

Was sind eigentlich echte Profis?
Und, … macht diese Diskussion nun Sinn oder nur Spaß?

Gravatar von ThomasThomas (#)
18.06.2008, 11:35

@David: Was stört dich an der Werkzeug-Metapher? Ich dachte mit dem Musiker-Vergleich wird es etwas klarer.

Worauf ich hinauswollte war lediglich, dass die Anforderungen sehr unterschiedlich sein können und manche Seite nur mit Typographie und wenigen Bildern auskommt (lässt sich prima in HTML/CSS entwerfen), während andere Seiten eben von aufwendigen grafischen Elemente profitieren (da braucht man dann PS bzw. FW) – das ist deshalb trotzdem nicht zwangsläufig wertiger oder professioneller.

Um nochmal kurz den Originaltext zu zitieren: “Inwieweit man so einen Entwurf gestalten »muss« hängt vom jeweiligen Projekt ab.”

So ist das – und da muss man ja nicht gleich von “Kiddies” und “Programmierern” schimpfen ;)

Gravatar von DavidDavid (#)
18.06.2008, 11:37

Echte Profis sollten arbeiten statt kontern.

Gravatar von ThomasThomas (#)
18.06.2008, 11:40

Dann mal frohes Schaffen!

Gravatar von DavidDavid (#)
18.06.2008, 11:41

@ Thomas: Seiten mit viel Typografie entsprechen nicht dem Medium Internet und sind schlecht zu benutzen. Ich bin ein eher konservativer Grafiker, behandle abe Websites grundsätzlich anders als ein Stück Papier (z.B. http://www.bananenkiste.ch). In HTML/CSS zu entwerfen/gestalten ist absoluter Quatsch. Auch wenn das Schriftenrendering im Photoshop scheisse ist – der IE 6 machts noch hässlicher. “da braucht man dann PS bzw. FW” – das sind Apfel und Birnen.

Gravatar von Thom.Thom. (#)
18.06.2008, 11:56

Also jetzt wird es piefig. Woher kommen nur diese ganzen Weisheiten? Vielleicht sollten wir alle eine handvoll Referenzen nehmen und diese uns gegenseitig um die Ohren hauen bis alle nur noch mit Gimp arbeiten.

@David: Hast Du den Kommentar von Thomas wirklich gelesen (Usability, …)?
Und wieder eine Frage: Was ist ein konservativer Grafiker? – Hier wird doch der Hund in der Pfanne verrückt.

Gravatar von DavidDavid (#)
18.06.2008, 12:08

ja, ich habe den kommentar von Thomas oben gelesen und bin nicht seiner Meinung. Diese superschlichten 37signals Seiten mögen vielleicht Ruby-on-Rails-Freaks und Diggern und flickern gefallen, nicht aber einer mässig erfahrenen person, die soeben mal Umzugskisten für den Umzug sucht (im Bezug auf mein Linkbeispiel oben). Ich habe nicht die Absicht mit Referenzen herumzuschlagen, immerhin verlinke ich aber meine Website in meinen Kommentaren. Doch ich geb auf. Die Diskussion hier ist müssig und ähnlich einer Diskussion “Mac vs. PC”.

Gravatar von ManuelaManuela (#)
18.06.2008, 12:14

Wo fange ich denn da an, bei so viel Feuer?

Diese Diskussion um Profi oder nicht ist recht sinnfrei und v.a.: Sie hat nix mehr mit dem Thema zu tun. Ist man ein Profi, wenn man etwas jahrelang studiert hat? Was denn Informatik oder Design? Ist man ein Profi, wenn man etwas mit Begeisterung tut und kann? Ist man ein Profi, wenn man etwas vorzuweisen hat? Wenn ja, was? Das kann man ja beliebig fortführen, oder?

Und nur weil ich diese Diskussion hier hoste, steht meine Qualifizierung nicht zur Debatte, Thomas. Das hier ist ein Weblog, in dem so Themen ab und an diskutiert werden, was ich – wenn das sachlich passiert – sehr schätze. Dabei geht es nicht um meine Person oder meine Meinung. Aber, wo es Dich so interessiert: Ich habe ein Staatsexamen/Lehramt, das mir gerade beim Bücherschreiben doch sehr gelegen kommt. Und Design habe ich nebenbei an einer FH studiert, per Fernstudium. So lange, bis mich die reale Arbeit davon abgehalten hat.

Aber was David da schreibt, kann ich nicht stehen lassen:

Seiten mit viel Typografie entsprechen nicht dem Medium Internet und sind schlecht zu benutzen.

Mal ganz davon abgesehen, dass Du hier ganz schön Werbung machst: Das ist in meinen Augen absolut nicht stimmig, sorry. Der Link illustriert zeitgemäßes Webdesign in meinen Augen auch nicht.

Gravatar von ThomasThomas (#)
18.06.2008, 12:19

Danke an Thom., wir scheinen uns relativ einig zu sein :)

nochmal ein paar Worte an David: Nichts für ungut, aber dass “Seiten mit viel Typografie nicht dem Medium Internet entsprechen” halte wiederum ich für eine ziemlich unprofessionelle Meinung.

Ein großer Teil der Blogs und Newsseiten funktioniert bestens mit column- bzw. grid-layouts, ein paar Bildern und Schrift. Gekonnter Einsatz von Typographie ist meines Erachtens sowieso grundlegend für gutes Design.

http://www.bananenkiste.ch sieht wirklich hübsch aus, prima gemacht. Aber ob das nun die typische dem Medium entsprechende Gestaltungsform ist, sei einmal dahingestellt.

Ich habe übrigens gar nichts dagegen, Seiten in Photoshop zu layouten – ich mache das selbst meistens auch so. Aber eben in letzter Zeit nicht mehr ganz so oft, und darüber kann man doch reden ohne das gleich als Quatsch o.ä. zu titulieren. Ich verstehe gar nicht deinen grundlosen Unmut.

Im übrigen geht es ja immer noch um die “Entwurfsphase” – dass hinterher grafische Elemente hinzugefügt werden ist ja immer noch eine Option. Es geht nur um das evtl. Weglassen eines Photoshop-Mockups.

Gravatar von RenéRené (#)
18.06.2008, 12:21

Wenn Seiten mit viel Text nicht für das Internet ausgelegt wären, würde das Internet nicht funktionieren. Schliesslich heisst ein Teil dieses “System” Hypertext und war vorangig für denn wissenschaftlichen Bereich der Bevölkerung angedacht. Das dort nur kleine Datenmengen verarbeitet werden, wäre mir neu.

Gravatar von Thom.Thom. (#)
18.06.2008, 12:33

@Manuela
Mensch, Du solltest doch gar nicht auf meine Frage antworten (Qualifikation)! Ich wollte doch nur den Einsatz von David weiterspinnen. Aber der Kommentar scheint Dich ja gepiekst zu haben. :-)

@David
Man sollte überlegen, ob man, um sich vom “Papier” abzugrenzen, neue Tags einführt. Die bisherigen Tags und Bezeichnungen erinnern vielleicht zu sehr an Textbearbeitung und Typographie. Nur mal so. :-)

@Thomas
Das liegt wohl am Namen.:-)

Gravatar von ManuelaManuela (#)
18.06.2008, 12:35

@Thom. Hast mich gerade auf dem Fuss erwischt oder besser gesagt, der Smilie war es :-).

Gravatar von Thom.Thom. (#)
18.06.2008, 12:39

@Manuela
Sorry, blöde Angewohnheit.

Gravatar von Mario KoerblerMario Koerbler (#)
19.06.2008, 07:53

Zuallererst zu mir: Ich sehe mich weder als guten Designer noch Programmierer sondern als Frauen- ääääh Kundenversteher :-) Ich habe früher meine Designs immer selbst erstellt, mittlerweile habe ich eine Mitarbeiterin die Designs im Photoshop erstellt. Pro Kunde erstellen wir 1, 2 oder 3 Designvorschläge (je nachdem, ob es schon ein CI/CD gibt und wieweit der Kunde schon Vorstellungen / Ideen hat). Ich fahre dann zum Kunden, präsentiere diese und hole Feedback. Meistens machen wir dann nach den ersten Vorschlägen einen finalen der bis jetzt immer gut angemommen wurde. DIe Umsetzung von Photoshop auf HTML/CSS mache ich zur Zeit selbst, möcht aber in Zukunft auch hier einen aufbauen…

Für mich ist die Fragestellung welche “Methode” (Photoshop, nur Hand-Skizzen oder schon HTML-Klckdummy) ich bei Kunden verwende, um Designs zu präsentieren in den meisten Fällen eine Frage des jeweiligen Kunden. Ich habe Kunden die schon seit 5-6 Jahren Leistungen von mir beziehen und ich sozusagen das 2. oder 3. neue Design erstelle (alle 2 Jahre neues Design)… Da haben die Kunden sozuagen schon ein gutes Gefühl und ich komme mit einem Photoshop-Entwurf aus, der dann in den meisten Fällen nicht detailgetreu oder 1:1 so umgesetzt wird. Hier sind die Inhalte dahinter auch sehr oft schon vorhanden und ich tausche dann nur das Gewand der Pages aus, was mit einer guten Abkapselung bzw. Trennung zwischen HTML/CSS und Content Management System ganz gut funktioniert. Ich verwende hier übrigens Typo3…

Bei einem neuen Kunden der eventuell noch keine Internet-Präsentation besitzt und wenig Web-Erfahrung hat baue ich auch kleine Klick-Dummys damit sich der Kunde vorstellen kann, wie die Navigation funktioniert und sich die einzelnen Unterseiten aufbauen.

Ich muss aber auch sagen, dass meine Web-Projekte eher klein sind (1-2 Navigations-Ebenen). Meiner Erfahrung nach ist eine detailiertere Planung gerade bei größeren Projekten mit mehreren Naviationsebenen und Unterseiten notwendig….

Gravatar von babylonbabylon (#)
22.06.2008, 17:00

Dshini.net, die erste shared profit community, erfüllt mittlerweile regelmäßig Wünsche der angemeldeten Nutzer.
Dort verdienen nicht irgdendwelche großen Konzerne oder Manager Mio damit!
Bock auf kostenlose WG Parties, Spielekonsolen oder bist du single und möchtest einen Partner!
Dann wünsch es dir doch! – http://www.Dshini.net – machts möglich!
Die erste Plattform nur für uns NUTZER!

Gravatar von WolfgangWolfgang (#)
25.06.2008, 10:41

Ich bin der Meinung das Fireworks die absolut beste Lösung für Screendeigns ist.
Es ist mit den Funktionen einfach perfekt auf das Web zugeschnitten.

Fireworks rules.

Gravatar von PeterPeter (#)
28.06.2008, 10:36

@Wolfang: Bin genau deiner Meinung!!
Schön, dass das mal jemand sagt!
Gruß Peter

Gravatar von vincentvincent (#)
07.07.2008, 16:18

super artikel und auch großartige kommentare vielen dank

Gravatar von Julian L.Julian L. (#)
07.07.2008, 21:43

Die Diskussion zieht eine breite Spur durch nahezu jeden Blog und jedes Journal von “Rang und Namen”.

Dabei ist sie meiner Meinung nach zu Unrecht entstanden, schaut man sich den Hintergrund der Arbeit der “Ersteller” der Debatte an, nämlich 37signals.

Diese Jungs leisten eine hervorragende Arbeit auf ihrem Gebiet, das man aber nicht generell mit dem normalen Webdesign vergleichen kann.

Man würde dafür eher Titel wie “Interfacedesign” oder “Web-App-Design” finden, nicht vergleichbar mit umfangreichem, detailliertem Screendesign.

Eben solches lässt sich nicht ohne irgendwelche Vorarbeiten (wie es der gedankliche und gestalterische Prozess des Designs in Photoshop nunmal ist) in Templates und Stylesheets umsetzen.

Geht es dem Designer mehr ums Designen, arbeitet der Interface-“Architekt” am klassischen GUI, Interaktion, Funktionen usw.

Das “Auge” für einen durchgehenden Stil und einfache optische Strukturen behält man bei 37signals bewundernswerter Weise auch ganz ohne Photoshop… .

Was ich persönlich aber immer wieder gerne betone:

Vergesst bei der ganzen Photoshopperei und Programmiererei nicht die unbezahlbar wertvolle Konzeptionsphase mit Bleistift auf dem Papier!
Ich bin mir sicher, dass jeder erfolgreiche Webarchitekt wie auch die Leute bei 37s es sind vor der digitalen Phase immer noch seine kreativen Gedanken in einen ersten “Rahmen” fasst.
Das ist und bleibt immer noch der Grundstein für ein erfolgreiches Design-Konzept.

Grüße und schönen Abend,

Julian

Gravatar von Julian L.Julian L. (#)
07.07.2008, 22:01

Nachtrag (sorry Manuela):
Jeff Croft spricht mir aus der Seele.

Ultimately, I found that for me, the best workflow was to go through the Photoshop step, but to jump out of it and into HTML /CSS as soon as possible. Once I have the basic look and feel accomplished, I start working with HTML and CSS .

Und natürlich beeinflusst das ausschließliche Designen mit den vergleichsweise minimalistischen Mitteln von CSS den eigenen Stil respektive die eigene Arbeit.

Gravatar von JonasJonas (#)
12.07.2008, 14:39

ich möchte auf ein screendesign mit photoshop nicht verzichten.

mir kommen gerade dort oft sehr gute ideen und die braucht man im webdesign.

Gravatar von LauraLaura (#)
13.07.2008, 15:06

Ich bin der gleichen Meinung wie Jonas.
Ich brauche Photoshop schon um ein bisschen herumzuprobieren und so zu meinen Ideen zu kommen…

Gravatar von paulinepaulinepaulinepauline (#)
15.07.2008, 20:46

habe nicht alle kommentare gelesen. aber wenn man das design nicht bis ins letzte definiert, woher soll denn dann der programmierer wissen, was er umsetzen soll?

Gravatar von DeniseDenise (#)
31.07.2008, 18:24

Wenn man die Schriften in Photoshop richtig einstellt, sehe sie dann auch so aus wie auf dem Papier, und auch so, kann man den Entwurf am Ende auch genauso umsetzen wie er in Photoshop aussieht…

Gravatar von zenyozenyo (#)
15.08.2008, 16:50

Yepp, sehr schön :)
ab in die mento bookmarks damit.

Gravatar von MarvinMarvin (#)
20.08.2008, 13:47

also ich komme ohne einen ps-mockup nicht aus. muss ich zugeben. aber ich muss diesen dann nicht bis zu 100% durchstylen, das mache ich dann mit CSS ;)
Sehr guter Artikel! Muss gleich mal Feeds abbonieren!

Gravatar von philphil (#)
21.08.2008, 10:51

oder man könnte websites auch gleich ohne designer machen ;-) bei uns ist der frontender nicht dieselbe person wie der gestalter, photoshop zu überspringen kommt also überhaupt nicht in frage. auch wage ich zu bezweifeln, dass man mehr als minimal-designs hinbringt (nichts gegen minimal-design, aber gibt halt auch andere).

ich mein: schaut euch mal den header dieser site an. wie soll das denn gehen ohne PS?

und zu den schriften: die werden sowieso je nach os/browser-kombination anders gerendert, ob sie jetzt im photoshop auch noch ein wenig anders aussehen spielt mE keine rolle mehr.

wichtig ist doch vorallem, dass der grafiker weiss was er macht und webgerecht gestaltet, dann hat man nämlich das problem mit unterschieden vom psd zum finalen layout auch nicht. mE ist das hauptproblem, dass viele grafiker vom print kommen und die regeln des web nicht ganz verstehen – was dann zu den genannten herausforderungen führt.

Gravatar von KeenKeen (#)
25.08.2008, 22:06

ich gehöre zu den usern, die schnell ladezeiten und somit weniger grafiklastige webseiten bevorzugen. oft ist mir aber auch schon aufgefallen, was man im photoshop definitiv nicht beachten kann, dass die skyscraper und sonstigen banner das layout manchmal echt zerstören.

Gravatar von MichaelMichael (#)
09.09.2008, 12:24

Ja das ist eine brisante Frage. Natürlich sehr schön wenn man alles ausgearbeitet vor sich liegen hat. Aber der Aufwand steht oft nicht im Verhältnis zur Nutzung. Sehr interessant, wenn man einfach mal Photoshop links liegen lassen würde, generell bei solchen Entwurfs-Sachen.

Gravatar von vanato.comvanato.com (#)
15.09.2008, 08:36

Wir lassen Photoshop auch mehr und mehr ausser acht und gehen vom Papier gleich in die Programmierung. Papier ist meist viel aussagekäftiger, außerdem kann man lokal besser ausprobieren, als in Photoshop.

Gravatar von WebagenturWebagentur (#)
17.09.2008, 10:17

Wir erstellen unsere Designs grundsätzlich in Photoshop und die einzelnen Bilder die wir gesliced haben, kommen dann in den Templates hinein, die wir dann wiederrum für die Programmierung bzw. Integration in ein CMS verwenden wie z.B. Typo3. Ohne Photoshop läuft bei uns nichts.

Gravatar von TonyTony (#)
17.09.2008, 11:54

finde das richtige ist ein gesunder mittelweg. wie schon bereits beschrieben finde ich es auch nicht gut, details zu sehr und immer mehr auszubauen, jedoch lässt sich in der heutigen zeit doch schon kaum mehr auf die grafik-helferchen verzichten.

Gravatar von PeterPeter (#)
23.09.2008, 08:27

Interessanter Artikel! In meiner Brust schlagen meistens zwei Herzen. Eines das erst in Photoshop geht und eines das am liebsten sofort mit CSS anfangen möchte. Im Workflow hat sich herausgestellt, dass vorweg Wireframes und Moduldefinitionen gemacht werden und das ein Teil der Layouts in Photoshop erstellt werden. Der Kunde kann sich so ein besseres Bild von der zukünftigen Website machen.

Völlig widersinnig wird es wenn Vorlagen die aus Photoshop kommen zu 99,5 % pixelgenau umgesetzt werden, eigentlich ein Paradoxon. Nicht jeder Webbrowser stellt die Webseiten gleich dar. Also für welchen Browser entwickel ich, für den IE, weil der Großteil der Kunden und Nutzer damit fahren. Ich staune dann noch mehr, wenn eine Agentur behautet, wir können auch in Barrierefreiheit und machen alles Pixelgenau. Ab dem Zeitpunkt sollte doch eigentlich klar sein, dass barrierefreie Webseiten sich dem Nutzer anpassen sollten und nicht in ein starres zu 99,5 % pixelgenaues Korsett passen.

Gravatar von DiabloDiablo (#)
26.09.2008, 22:36

Ich bin auch dazu über gegangen, mir lediglich mit Bleistift und Papier ein paar Skizzen zu erstellen. Bei einigen Seiten mit sehr viel Grafik kann es jedoch auch so sein, dass man manchmal kaum Zeit verliert, wenn man den Skizzen-Schritt direkt überspringt und lediglich die Ebenen der einzelnen Bilder so verteilt, wie sie grob später aussehen sollen.

Ganz ohne Photoshop geht trotzdem nichts.

Gravatar von r3liter3lite (#)
28.09.2008, 12:15

Das Design bis ganz ins Detail ausarbeiten widerspricht sich ja nicht damit, Photoshop zu nutzen. Es scheint eher eine Hirnschranke zu sein, dass die Leute in PS immer saubere, detaillierte Sachen gestalten wollen, auf Papier aber das wilde, rohe zustandebringen. Mein Tipp: Beide Medien erlauben beides.

Gravatar von sgsg (#)
17.01.2009, 18:25

Vielen Dank für diesen interessanten Artikel! In der Tat verführen Photoshop-Screendesigns den Kunden dazu, nach pixelgenauen Umsetzungen zu verlangen – ein Punkt, der zu erklären sich als schwierig gestaltet. Nichtsdestotrotz erachte ich ein fertiges Screendesign als unverzichtbare Hilfe für die Visualisierung und Kundenkommunikation.

Folgende Seiten verweisen auf diesen Beitrag

  1. Photoshop & Co bei Web-Layouts überspringen? von BEIER-CHRISTIAN.eu (05.06.2008):

    Da wie oben angesprochen sich eine Seite nicht immer zu 100% genau im Browser umsetzen lässt, meckern Kunden häufig später herum, wenn Elemente nicht genauso aussehen und platziert sind wie auf dem Screen-Entwurf gezeigt. … Bei s...

Dieser Eintrag kann nicht mehr kommentiert werden.

Werbung

Vorheriger Artikel: Alles rund um Firefox 3, nächster Artikel: Die Ergebnisse der Webkrauts Webworker-Umfrage 2008 sind da