Wie seid ihr ans Bloggen geraten?
Immer häufiger kann man in der letzten Zeit lesen, was man bei der Gestaltung und Führung eines Weblogs beachten sollte oder müsste, was man darf und was man tunlichst unterlassen sollte, wie man sich in Weblogs verhalten sollte und wie man als Weblog-Autor auf Besucher zu reagieren habe. Natürlich »muss« man sich als Autor diese Tipps nicht zu Herzen nehmen bzw. die Tipp-Geber-Blogs lesen, schaden kann es aber natürlich auch nichts.
Was mir dabei durch den Kopf geht, ist die Frage, ob es wirklich notwendig ist, das »Bloggen« an sich als Phänomen so zu hypen, dass es besondere Regeln dafür geben muss, die über das technische Verständnis und gesunden Menschenverstand hinausgehen. Sind nicht Blogs letztlich nur Webseiten, die über bestimmte Techniken verfügen und es dem Autor dabei ermöglichen, das eigene Anliegen schneller und einfacher in Netz zu stellen, als mit »herkömmlichen« HTML-Seiten?
Wie war das bei euch? Habt ihr euch die Tipps, von denen ich spreche zu Herzen genommen, bevor ihr den Install-Link der Weblog Software geklickt habt? Oder war es bis zu diesem Zeitpunkt eher die technische Komponente, die euch beschäftigt hat? Verfolgt ihr konkrete Ziele, plant ihr Artikel oder schreibt ihr frei von der Seele weg, wenn es Schreibenswertes gibt?
Bei mir war es so, dass ich ein System gesucht habe, Informationen schnell und komfortabel ins Netz zu stellen und dort zu verwalten. Ich habe verschiedene Skripte getestet – angefangen habe ich mit nucleus über pMAchine bis hin zu Movable Type und Wordpress. Der Betrieb eines echten Weblogs kam mir zu der Zeit gar nicht in den Sinn und hat sich erst später entwickelt. Das ist allerdings schon gut vier Jahre her …
Ich bin gespannt und würde mich freuen, eure Erfahrungen und Gedanken dazu zu lesen.
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28.02.2006, 13:39
Ich plane, einen Weblog zu eröffnen. Interessiere mich für die genannte technische Komponente mehr als für den Knigge. Deshalb lese ich auch pixelgraphix. In Sachen Knigge wird zum Teil ganz schön übertrieben. Trolle gibt es überall, nicht nur in Weblogs – aber das normale Publikum überwiegt doch, oder?
28.02.2006, 13:48
Soll doh jeder Autor selbst entscheiden, was er macht und was nicht. Die Leser werden schon von selbst gehen, wenns ihnen nicht gefällt.
Obwohl ich selbst keins betreibe, finde ich, dass Weblogs kompofortable Redaktionsysteme sind, wenn man verschiedene Informationen schnell online zugänglich machen will. Das wurde diesem System auch zum Verhängnis. Dadurch machten Websites auf, die Weblogs hosten und so kann jeder eigentlich viel zu leicht alles bis hin zur Konsistenz des heutigen Frühstücks veröffentlichen. Und das ist der bittere Beigeschmack, den ich immer beim Wort Blog empfinde.
28.02.2006, 14:08
Ich kam zum Blog, weil ich mal eine neue Applikation schaffen wollte, und außerdem meine Photos der Welt zeigen wollte. Natürlich auch als Referenz für Models… Da ich mein Blog selbst geschrieben habe, steht bei mir natürlich eher die Technik im Vordergrund, Beiträge schreibe ich meist aus dem Bauch heraus, ich plane aber einige Artikel zu verfassen. Solange mein Blog aber noch nicht so richtig frequentiert ist, lohnt sich das jedoch nicht. Ob es wirklich nötig ist, Regeln aufzustellen, vermag ich nicht zu beurteilen, da ja sowiso niemand gezwungen wird, diese anzunehmen. Ein Blog sollte doch dazu dienen, eine Persönlichkeit zu repräsentieren, dessen Leben zu dokumentieren und die Welt daran teilhaben zu lassen. Beiträge, die man nur aufgrund der Leserschaft schreibt, sind nur solange gut, solange der Autor mit diesem Text selbst etwas verarbeitet, ansonsten nähert sich dieser doch sehr dem kommerz-denken, welches ja bisher nicht wirklich in die Blog-Welt gehört. Ich bin vor etwa 4 Jahren auf das Thema Blog gestossen, hab mich mit der Technik ein wenig beschäftigt, das ganze geplant und realisiert und merke nun, das dieses Thema um einiges mehr an Technik erfordert, als es auf den 1. Blick scheint. Deshalb wird in dieser Richtung, zumindest bei mir, stetig verbessert.
28.02.2006, 14:19
Da ich meine Website selbst programmiert habe, habe ich damals ein Newsskript gehabt. Doch bald darauf gab es keine News über die Seite selbst, somit habe ich von anderen Websites berichtet. So wandelten sich meine News in ein Weblog/Journal mehr dazu
28.02.2006, 14:23
Mir gehts da ähnlich wie dir, ich wollte einfach nur eine Plattform haben, die es mir erlaubt, möglichst schnell Informationen zu publizieren. Man bemerkt allerdings schon, dass Blogs zu einem gewissen Teil anders sind als gewöhnliche Websites, einfach dadurch, dass der Besucher selber aktiv werden und teilweise wesentlich zum Inhalt eines Postings beitragen kann – im guten, wie im schlechten Sinne. Dadurch bin ich auch erst in diese ganze Geschichte, die man Blogosphäre (ich bevorzuge den Terminus Klein-Bloggersdorf :-) ) reingekommen.
Allerdings gebe ich Thibaud durchaus recht. Technorati verzeichnet zu diesem Zeitpunkt 29,1 Mio. Blogs, und davon sind vermutlich 90% nicht wirklich interessant, da über jeden erdenklichen Blödsinn geschrieben wird.
28.02.2006, 14:44
Ich wurde zunächst mal von jog gebeten bei powerbook.blogger.de mitzuschreiben. Irgendwie langweilte es mich über Soft- und Hardware zu schreiben. Ein Grund warum ich nur wenige Beiträge schrieb.
Ich versuchte es mit einem eigenen blog, das ich später mehr und mehr dazu nutzte über meinen Nebenjob zu berichten. Eine Freundin, ebenfalls Pflegerin, stieg mit ein und schrieb Beiträge über den Beruf wie auch Privates.
Diese Mischung mit zwei Autoren, die über private wie berufliche Themen gefiel mir nicht und ich überlegte ein spezielles Blog nur für Pflege einzurichten.
Webhostingangebote wurden gesichtet und verglichen. Informationen über Technik gesammelt. Es war mir zuviel worauf ich achten musste und alles klang komplizierter, als es wahrscheinlich ist. Irgendwann entschied ich mich spontan bei blogger.de ein Blog anzulegen.
Das Pflegeblog war geboren. Ein paar Kollegen angesprochen, doch die hatten Angst vor dem Internet.
Drei Autoren sind es dann doch geworden, und genauso viele Leser.
Das Bloggen ist für mich ein Ventil, genauso für die anderen beiden die bei dem Pflegeblog mitmachen.
28.02.2006, 14:57
Bloggen habe ich zuerst als eine Denk- und Gesprächskultur erlebt, und zwar in der Antville-Community, wo tatsächlich »freundliche Menschen sich gegenseitig gut verstehen«. Ein solches soziales Klima und vor allem menschliche und gedankliche Fülle und Tiefe habe ich nirgendwo sonst erlebt. Und selbst im blödesten Herumwitzeln. Dagegen fehlt den üblichen Technikweblogs, insbesondere vielen deutschsprachigen, jeglicher Humor und das Miteinander bleibt stets befremdlich. Dabei geht es doch gerade darum, die Technik zu verstehen und entsprechend zu nutzen. Ich glaube, die wenigsten von uns haben eingesehen, was Weblogs als diskursive Form können, wenn man sie nur lässt und sich darauf einlässt.
[url=“http://www.jungle-world.com/seiten/2004/05/2512.php”]
Hinter den Texten lauern andere[/url]
28.02.2006, 16:41
Zuerst hab ich nur ein Programm gesucht, mit dem man seine Website verwalten kann. Zur gleichen Zeit hab ich allerdings auch meine 1. Weblogs zu Gesicht bekommen und hab mich dafür interessiert, wie man die macht. Langsam aber sicher wurde ich hineingezogen, in letzter flaut es aber ein wenig. Aber am Anfang (bisschen mehr als ein Jahr hin) hab ich auch teilweise am ›Spiegel-Bashing‹ teilgenommen. Naja, die Anfänge sind wohl immer davon gesegnet ;)
Nach einiger Zeit hab ich mich dann sogar getraut (!) in anderen Weblogs zu kommentieren, sogar erste Trackbacks kamen von meinem Weblog ;)
Zu den gängigen Fremdanbieter-Tools – flickr, del.icio.us – bin ich dann nach und nach gekommen, wobei ich flickr schon von Anfang hatte, das lag wohl daran, dass ich um die Zeit herum eine Kamera + Fotohandy bekam.
Außerdem konnte ich mir am Anfang meinen Praktikanten-Ärger von der Seele schreiben. :)
28.02.2006, 18:58
Gehöre ebenfalls zur Gruppe “aus der Technikrichtung”. Eine statische, selbsterstellte Webseite altert rasend schnell :) Die eine Motivation war also ebenfalls das schnelle und unkomplizierte Ändern von Inhalten; dazu kam noch, daß ich über eine Mailingliste immer wieder News rund um Computer-Security verschickte – und mir nicht mehr sicher war, ob alle auch wirklich jede Meldung interessiert. Da war der Schritt zum (themenorientierten) Blog mit RSS-Feed (jeder kann sich die Artikel ansehen, die ihn interessieren) nicht mehr weit. Nicht zu vergessen die Neugier an der Technik, der Spieltrieb hat natürlich sein übriges dazugegeben :)
28.02.2006, 19:38
Mit HTML beschäftige ich mich seit ca. 1994, allerdings kamen in den ersten 10 Jahren nur allerlei statische Versuche heraus.
Die CMS/Weblog-Scripte geben mir die Möglichkeit, relativ leicht Content online zustellen und halfen mir darüber hinaus, PHP und andere Sprachen zu lernen. Ich betrachte mich nicht als Blogger, also als Tagebuch-Schreiber in dem Sinn, daß ich Gedanken und Stimmungen festhalte, sondern mich interessiert von jeher mehr der web- und designtechnische Aspekt.
Neben den kommunikativen Möglichenkeiten die sich aus der Verwendung entsprechender Scripte ergeben, finde ich die Tatsache faszinierend, daß nunmehr auch Menschen das Netz inhaltlich bereichern (und sei es nur über ein Weblog bei blooger.com o.ä.), denen das Erstellen einer eigenen (statischen) Webseite bisher zu aufwendig war oder die sich davor scheuten.
Insofern betrachte ich diese Entwicklung äußerst positiv.
28.02.2006, 21:28
Ich hatte etwa seit 1997 eine eigene Homepage – wie man das damals eben so hatte. Die varierte thematisch immer sehr – und sobald ein Themenbereich zu gross wurde, habe ich eine eigene Site daraus gemacht- so ist zB der html-workshop entstanden.
2001 habe ich dann Weblogs entdeckt und sofort “Ich auch!” gedacht.
Regeln gab es damals noch nicht, man musste (und konnte) es einfach nur tun; das mochte und mag ich sehr. Deswegen versuche ich solche Regeln, die irgendwer aufstellt auch geflissentlich zu ignorieren.
Das jawl war am Anfang technisch nur eine statische Website, die ich jeden Tag ergänzte. Erst nach einem Jahr wurde mir das zu nervig und ich habe mir Software – Sunlog – besorgt. Das nutze ich heute noch – allerdings so angepasst, dass ich vermutlich nie wieder auf anderes umsteigen kann.
Weblogs fand und finde ich spannend, weil sie zwar einerseits den alten “jeder kann und sollte mitmachen” – Gedanken von Herrn Berners-Lee sehr einfach möglich machen, aber gleichzeitig durch die Kommentare dafür sorgen, dass man zumindest etwas für eine Leserschaft schreibt und so nicht nur in seinem eigenen Saft schmort.
Der berühmten “Homepage”, die jeden Tag einen Besucher hatte – den Betreiber selbst, der auf den Counter gucken wollte – fehlte da doch meist ein Regulativ, so dass man sich leicht der Illusion hingeben konnte, man schriebe dort etwas für ein weltweites Publikum.
Bei Blogs gibt es ein viel direkteres Feedback – egal, ob es jetzt um – aus meiner Sicht – unwichtigen Privatkram geht oder ob sich jemand in die A-List schreibt. Von irgendjemand wird man immer gefunden, der sich für die gleichen Themen intressiert – und dann hat man auch Leser; das ist ja das schöne, dass sich für alle irendjemand findet.
Ausserdem gibt es ja inzwischen jede Menge “Social Software”, die die technikversesenen Blogger sofort einbauen und die eben dieses Feedback, diese Vernetzung noch weiter fördern.
Ich denke, dass es inzwischen gar nicht mehr “die Blogger” gibt – sondern eben viele kleine Gruppen, die alle ihre Autoren und ihre Leser und ihre Berechtigung haben. Und die sich nur die Plattform teilen.
Und das macht Regeln natürlich umso überflüssiger.
28.02.2006, 22:29
Bei mir war es so, dass ich den Weg zum Blog über diverse CMS gefunden habe. Die Möglichkeit Webseiten via Browser zu editieren und Seiten aus Datenbanken “generieren” zu lassen, haben mich schon vor einigen Jahren fasziniert. Ich kannte damals noch nichts wirklich benutzerfreundliches, womit ich auf einfache Art und Weise kleine bis mittlere Webseiten hätte erstellen können. Zudem kam hinzu, dass ich vor rund drei Jahren die Chance erhalten habe mit beruflich mit der Materie “Internet” zu befassen.
Dadurch das ich die Möglichkeit hatte verschiedene CMS kennenzulernen und diese auch einzusetzen, kam ich dann auch zu den Blogs. Kein CMS bot die Möglichkeit so schnell und so kostengünstig Seiten aufzubauen bzw. die Möglichkeit sich online auszutauschen. Ich kann wirklich sagen, dass ich anfänglich mehr an der Software als am Bloggen selber interessiert war. Ich merkte jedoch relativ schnell dass ich den Gedanken des Austauschens auch persönlich nutzen kann. Beispielsweise um mich in meinem Interessensbereich besser zu informieren oder mich ganz einfach auf dem Laufenden zu halten… Netter Nebeneffekt: Man wird selber besser, setzt persönliche Standarts neu, wird schneller und der Interessensbereich erweitert und verändert sich. Man lernt ständig Neues, definiert sich und sein Tun neu und interpretiert bestimmte Themen und Dinge anderst. Und – ebenfalls wichtig – man befasst sich ernsthafter mit der Materie. Zumindest war das bei mir so.
Ich habe durch mein Blog – es besteht erst seit ca. Dezember 2004 – soviele Leute kennengelernt wie nie zuvor. Bei einigen blieb es beim Mail-Kontakt, viele durfte ich aber auch persönlich kennenlernen. Neue Freundschaften sind entstanden, neue Möglichkeiten eröffneten sich und Erfahrungen wurden ausgetauscht. Das empfinde ich als die netteste Nebenerscheinung.
28.02.2006, 23:58
Also ich komme wie Marek aus einer ganz anderen Ecke: Ich habe eine homöopathische Praxis und hab schon immer auch ein kleines Webangebot gepflegt. Erst eine kleine Seite mit vielen Infos rund um´s Thema Naturheilkunde und Homöopathie, die immer mehr ausgebaut wurde, dazu kam ein regelmässig verschickter Praxisnewsletter, schliesslich ein Forum. Und aus dem Praxisnewsletter ist schliesslich ein Blog geworden, welches ich erst kompliziert mit Golive erstellte und ständig umbastelte.
Dann fand ich Rapidweaver und fing an die Blogfunktion zu nutzen. Und da das so pupseinfach ist und die Website auch nch schön aussieht, blogge ich mittlerweile täglich, manchmal zweimal täglich. Und so langsam sieht´s eher so aus. dass es im wesntlichen ein Blog ist, um das sich den Rest des Homepageinhaltes herum gruppiert.
Auf jeden Fall muss ich aufpassen, dass ich nicht süchtig werde…
01.03.2006, 06:46
ich wollte immer schon sowas wie ein weblog haben, bis ich movabletype vor 3 jahren entdeckt habe wusste ich dass nur nicht. meine homepage hatte immer schon einen bereich mit news und wechselnden bildern, nur so arg komfortabel war das bis zum ausprobieren der weblog software nicht.
01.03.2006, 10:14
Ich habe 2002 angefangen zu bloggen, im Prinzip aus Neugier über die technischen Möglichkeiten. Ende 2005 habe ich meine Website erstmal wieder aus dem Netz genommen, weil ich mit dem Content unzufrieden war. Ich mag das Wort “bloggen” schon nicht, damit assoziiere ich immer eine Menge an z.T. informationsleeren Artikeln, Datenflut, die mich erschlägt und mir meine freie Zeit stiehlt. Da liegen soviele schöne Bücher, die ich gerne noch lesen würde, doch das diggen durch die Feeds und Sites nimmt eine Menge Zeit in Anspruch.
Ich will zwar auch in Zukunft wieder publizieren, aber nur noch relevantes und nicht mehr täglich oder nach festem Zeitplan.
Desweiteren fliegen bald auch die Bloggs aus meinen Feeds, die zuwenig Fachartikel publizieren.
Ich bin dankbar für Linktipps, Fachinfo etc., aber wer wo in den Urlaub fährt, oder wessen Katze krank ist – das sind Infos, die meinen Speicher überlaufen lassen.
01.03.2006, 11:30
Für mich ist mein Blog ein Marketinginstrument (und auch: ein Freudesinstrument). Aus diesem Grund erachte ich alle Diskussionen um einen “Kodex für Blogger”, um “Sind Blogger die wahren Journalisten?” usw. als unnötig. Denn ein Blog ist nur ein Mittel zum Zweck. Nicht mehr, nicht weniger.
Was jede/jeder aus seinem eigenen Blog macht, bleibt der eigenen Vorstellung und dem Markt (sprich: der Leserschaft) überlassen. Und ob das Bloggen als Erfolg eingestuft wird, ist ebenso individuell – abhängig von der Zielsetzung. Für die eine ist’s ein Erfolg, wenn sie sich den Alltag von der Seele schreiben kann. Für den anderen, wenn er in einer Blogbesucher-Statistik zu den Top 10 zählt. Für mich, wenn sich daraus neue interessante Kontakte ergeben, die “horizonterweiternd” sind und sogar (idealerweise) zu neuen Beratungsmandaten führen.
Wesentlich ist für mich auch die Ausrichtung auf die Zielgruppe. Ich berate in erster Linie Führungkräfte. Und deshalb schreibe ich auch mit Blick auf diese Menschen. Aus diesem Grund vermeide ich auch den “Blogsphären-Slang” (den meine Leserinnen und Leser meist gar nicht kennen) und schreibe “Normal-Deutsch”. So heissen z.B. bei mir die Kommentare “Leserbriefe”, die “Blogroll” schlicht “Links” usw.
Ergo: Tipps und Insider-Diskussionen sind wichtig, um das Instrument (im weitesten Sinne) weiter zu entwickeln. Was ein Blogger aber daraus macht, ist ihr/ihm überlassen.
Das ist meine Sicht der Dinge …
01.03.2006, 18:56
Vielen Dank für die umfangreichen und interessanten Beiträge. Ich denke, man kann auch bei den Besuchern von Weblogs so wie bei den Blogs auch mehrere Ausrichtungen zusammentragen. Von der reinen Informationssuche bis hin zur “fast” Glorifizierung scheint alles im Netz vetreten zu sein.
Ich habe mich so an die Kommentar-Funktion gewöhnt, dass es mir immer merkwürdiger vorkommt, einmal etwas statisch ins Netz zu stellen. Auch wenn nicht alle Beiträge, die man verfasst, kommentiert werden, ist es schon ein gutes Gefühl zu wissen, dass man mit jedem Beitrag dazulernen und neue Denkanstöße bekommen kann.
Zu den Feeds: Ich habe bis auf einige Flickr-Feeds fast nur noch “Fach”-Feeds abonniert, da mir die in der Kategorie “Sonstiges” irgendwann das Gefühl gaben, meine Zeit zu verschwenden.
02.03.2006, 16:25
Über Umwege bin ich zum Bloggen gekommen. Ich suchte nach einer Möglichkeit, schnell und bequem Inhalte zu publizieren. Da las ich von RSS. Bevor ich aber auf die Idee kam einfach eine Blogsoftware einzusetzen, habe ich gelernt, wie man aus Inhalten aus einer Datenbank raus Feeds erzeugt und mir ein Miniblog selbst gemacht.
Das war mir aber nach kurzer Zeit zu umständlich und die Blogs bieten auch viel mehr Möglichkeiten. Zumindest für mich als jemand der nur Grundkenntnisse in der PHP-Programmierung besitzt.
Das erste Blogsystem war Sunlog, das mehr oder weniger im Hintergrund lief, bevor ich dann im Oktober 2004 auf WP wechselte. Das inhaltliche Konzept entwickelte sich langsam aber sicher weiter. Die wirkliche Gebursstunde meines Blogs auf Markup, würde ich im Januar 2005 datieren. Derzeit überlege ich, später im Sommer auch auf Markup auf MT umzusteigen. Es hat derzeit für mich die Nase leicht vorne, weil es flexibler ist und einem Mini CMS näher kommt.
Als einen typischen Blogger, wenn es den überhaupt gibt, würde ich mich nicht bezeichnen. Ich nutze gezielt die Technik, die mir dadurch zur Verfügung steht. Mit dem Begriff bloggen kann ich daher auch nicht sehr viel anfangen.
02.03.2006, 18:00
Erstkontakt war Blogger.com, das ich beim Schreiben eines Buches als internen Notiz-Blog benutzt habe. Ende 2001 habe ich nach einer Möglichkeit gesucht, möglichst einfach “Notizen” auf meiner Website zu veröffentlichen und habe dann ein Skript namens b2 installiert, Urahn von WordPress.
Bei groningen-info.de habe ich dann 2003 Nucleus eingesetzt, hauptsächlich wegen seiner Multi-Blog-Fähigkeiten.
infotekten.de beruht auch auf Nucleus, dieses Mal hauptsächlich, weil ich es schon kannte und keine Zeit für die Einarbeitung in MovableType oder ExpressionEngine hatte ;-)
Für mich ist ein Blog in erster Linie ein einfaches CMS, dessen wichtigste Merkmale die chronologische Darstellung der Einträge und diverse Interaktionsmöglichkeiten sind.
Ansonsten geht es mir ähnlich wie Björn wenn er sagt, dass er mit dem Begriff “bloggen” nicht viel anfangen kann. Am Anfang steht die inhaltliche Idee, und die Technik ist eher Mittel zum Zweck.
02.03.2006, 21:33
Eigentlich wollte ich nur meine Links für mich von jeder Stelle aus zugängig machen. Dazu hätte eine normale Linkliste genügt!
Später wurde daraus eine Linkliste mit Beschreibung, daraus wurde dann ein Blog.
02.03.2006, 21:34
Tja, nachdem ich seit 1996 für verschiedene Agenturen über 150 Internetauftritte realisiert, ein eigenes und recht gut positioniertes Redaktionssystem programmiert und Artikel für ein Stadtmagazin geschrieben hatte, war es an der Zeit, meinen Senf im Web zu verbreiten :-)
Durch die ganze Programmiererei sind einige Entwicklungen an mir vorbei gegangen und Blogging war für mich der Neueinstieg als “aktiver” User. Seitdem beschäftige ich mich viel mit den ganzen “Web2.0” Themen und verwirkliche neue Ideen mit Ruby On Rails, was ich für eine sehr interessante Entwicklung halte.
Grüße
Markus
04.03.2006, 00:33
Seit Mitte der 90-er Jahre habe ich eine Homepage, die sich mit Themen rund um Office-Anwendungen beschäftigt. Erst in 2003 bin ich durch myblog.de zum bloggen gekommen. Relativ schnell habe bin ich dann zu Wordpress gekommen.
Zuerst habe ich nur etwas experimentiert. Dann kam der Appetit sozusagen übers “Schreiben”. Weil ich mich sehr für die Themen Politik und Wirtschaft interessiere ist mein Blog etwas einseitig. Auch ist die Führung nicht immer von besonderem Vergnügen begleitet. Es gibt eben zu viele Leute mit anderen Meinungen :-) Außerdem weiß man ja, dass man sich über politische Themen schnell mal in die Wolle kriegen kann.
Trotzdem macht es Spaß! Zwischendurch habe ich allerdings auch schon das eine oder andere Mal ans Aufhören gedacht. Das allerdings hatte mehr mit mir persönlich zu tun als mit persönlichen Animositäten.
In meinem Blog beschäftige ich mich (natürlich) nur mit Themen ausführlicher, die mich persönlich auch wirklich interessieren und zu denen ich eine wie auch immer geartete persönliche Beziehung habe.
Außerdem fazinieren mich die Möglichkeiten von Wordpress. Ich finde vielen Plugins wunderbar und experimentiere auch mit veschiedenen Designs gern herum. Da bleibt die Validität leider auf der Strecke. Etwas schwierig wird dieser Teil vor allem dadurch, dass ich kein Englisch spreche.
04.03.2006, 13:36
Für mich war und bleibt das Blog-Phänomen ein Primärbeispiel für die fortschreitende Sozialisierung des Internets. Alles was man vorher auf seinem PC gemacht hat, Bookmarks, Bilder etc – wird nun ohne wenn und aber der Öffentlichkeit präsentiert. Der Web-Surfer wird in das Online-Geschehen integriert wie nie bevor; passiver Beobachter vor einem Jahr, ist er nun zu einem der Macher des Internets geworden. Wie? Über das Bloggen,
Vor einem Jahr suchte ich nach Methoden, verschiedene Informationen, vor allem meine eigenen Gedanken, Notizen, Essays etcmöglichst schnell online zu präsentieren. Zuerst wollte ich einfach nur ein Notizbuch haben, in dem meine Ideen kurz und knapp zusammengefasst werden und auf die ich später zurückgreifen kann. Doch ziemlich schnell entschied ich, diese Inhalte mit Web-Surfern zu teilen. Daraus entstand dann mein 1. Blog, später entstand auch der zweite, bald darauf – der dritte.
Voraussichtlich wird in den nächsten Monaten noch ein Projekt entstehen, noch ein Blog; worum wird es denn gehen? Nun, warten wir mal ab. :)
PS: Manuela, umwerfendes Redesign, gute Arbeit!
04.03.2006, 21:13
Ich habe im Jahre 2003 mit dem Bloggen begonnen – da kannte ich noch nicht mal den Ausdruck “Weblog”, sondern sprach von meinem Online-Tagebuch.
Irgendwann im Jahre 2003 fand ich also im Netz ein solches “Tagebuch” und fand es interessant und amüsant zu lesen. Das wollte ich auch haben und ebenso wie jene Webmasterin habe ich mir für mein erstes Tagebuch bei Parsimony.de eine Art Forum eingerichtet. Anfang 2004 hörte ich den Begriff “Weblog” zum ersten Mal und in diesem Zusammenhang stieß ich auf den Webloganbieter Myblog.de. Das gefiel mir besser als das Miniforum, man konnte auch einfacher designen. Nach und nach lernte ich die Nachteile eines Drittanbieters kennen und seit Oktober letzen Jahres steht ein Wordpress-Blog auf der eingenen “Scholle”.
Eine statische Homepage habe ich auch, die hat für mich auch auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung.